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Andy Grote Innenausschuss

Innenausschuss zu Ahmad A.

Noch über 100 Zeugen zu befragen

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Noch über 100 Zeugen zu befragen

Bei der Einschätzung des Messerattentäters von Barmbek haben die Behörden Fehler gemacht - das hat Innensenator Grote der Bürgerschaft gesagt.

Andy Grote Innenausschuss

Innensenator André Grote während der Sitzung des Innenausschusses zu Achmad A.

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Nach der Sondersitzung des Innenausschusses der Hamburger Bürgerschaft zur Barmbeker Messerattacke ist deutlich geworden, dass die Ermittlungen noch erhebliche Zeit andauern werden. Allein 100 Zeugen seien noch zu vernehmen, teilte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer mit. Auch die Überprüfung von rund 400 Altfällen, die möglicherweise radikal seien, werde mehrere Monate in Anspruch nehmen. 

Ein abgelehnter Asylbewerber hatte sich am 28. Juli im Stadtteil Barmbek in einem Supermarkt mit einem Küchenmesser bewaffnet und danach plötzlich auf Menschen eingestochen. Ein 50-Jähriger starb. Sieben weitere Menschen wurden verletzt. Die Ermittlungen zum Fall leitet die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Der Palästinenser war mehreren Behörden sowohl als psychisch labil als auch zeitweise radikalisiert aufgefallen.

Inhaltlich brachte die Ausschusssitzung am Mittwoch, die fast vier Stunden dauerte, kaum neue Informationen. Innensenator Andy Grote teilte mit, dass von den elf festgestellten gefährlichen Islamisten in Hamburg vier in Haft seien. Sieben hielten sich nicht mehr in der Stadt und vermutlich auch nicht mehr im Land auf.

Grote hat dabei Veränderungen im Umgang mit solchen Fällen in der Zukunft angekündigt. Dennis Gladiator von der oppositionellen CDU sagt, entsprechende Regelungen hätte es schon vorher geben müssen. Insofern sieht er eine Mitschuld Grotes.

In der Ausschusssitzung war auch eine Vertreterin der Bundesanwaltschaft anwesend. Sie wollte die Meldung von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR aber nicht bestätigen, wonach Ahmad A. eigenen Angaben zufolge auch über ein LKW-Attentat nachgedacht haben soll, um möglichst viele "Christen und Jugendliche" zu töten.

(dpa/fr/aba)

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