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Protest geht auch anders

Bunt und friedlich: "G20 not Welcome"-Demo

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Tausende Demonstranten sind am Samstag (08.07) in Hamburg gegen den G20-Gipfel und für ihr Motto "Grenzenlose Solidarität" auf die Straße gegangen. Am Deichtorplatz nahe dem Hauptbahnhof hatten sich nach Angaben der Polizei zunächst rund 15.000 Demonstranten für den Protestzug versammelt, der auf der Route bis zum frühen Nachmittag auf 22.000 Teilnehmer anwuchs. Die Polizei sprach zunächst von einem friedlichen Verlauf.

Breites politisches Bündnis

Die Demonstration wurde von dem Linken-Bundestagsabgeordneten Jan van Aken (Anmelder) angeführt. An seiner Seite war auch Linken-Parteichefin Katja Kipping. Ihr Protest richtet sich vor allem gegen Armut, Krieg und die Ursachen von Flucht. Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) appellierte am Samstag an van Aken, "einen friedlichen Verlauf sicherzustellen". Der SPD-Politiker forderte alle friedlich Demonstrierenden auf, sich eindeutig von Gewalttätern abzugrenzen. Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele wollte sich in Hamburg selbst ein Bild dessen machen, "was Sache ist", und demonstrierte «für faire Handelsbeziehungen» mit.

Weitere Ausschreitungen befürchtet

"Solche Gipfel müssen in Frage gestellt werden, weil das sehr, sehr viel Theater ist", sagte Ströbele. Vom Hamburger G20-Gipfel erwartete er keine Ergebnisse. Ihn in der Elb-Metropole abzuhalten, hielt Ströbele für falsch. Die Polizei befürchtete im Vorfeld dieser Demonstration weitere Ausschreitungen. Die Aktion wird vor allem von linken Gruppen und Friedensinitiativen unterstützt, aber auch von Autonomen und Linksextremen. "Wir haben deutliche Hinweise, dass sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit diese Gewalttäter auch unter die heutige Demonstration 'G20 - not welcome!' mischen werden", so Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. "Es ist davon auszugehen, dass erneut kein friedlicher Protest möglich sein wird." Die Demo sollte am späteren Nachmittag (16.00 bis 18.00 Uhr) am Millerntorplatz enden. Es waren bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet worden.

"Hamburg zeigt Haltung"

Beinahe zeitgleich startete in der Nähe der Speicherstadt die zweite große Demo "Hamburg zeigt Haltung" des Tages. Bürgerliche Parteien und Kirchen hatten zu dem friedlichen Protest in der Hansestadt aufgerufen. Zwischen 5.000 und 10.000 Demonstranten marschierten mit Luftballons und Friedenstransparenten in Richtung Fischmarkt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sprach am Nachmittag bei der Abschlusskundgebung am Fischmarkt. Die Protestaktion sei "total friedlich" verlaufen, erklärte ein Polizeisprecher.

(dpa/san)

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