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Golden Globe Preisverleihung 2018

Golden Globes 2018

Protest, Party, Politik & ein Preis für Hamburg

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Es war vielleicht die politischste Verleihung der Golden Globes, die in der Nacht zu Montag (08.01.) im "Beverly Hilton Hotel" in Los Angeles über die Bühne ging. Viele Stars nutzten das Rampenlicht, den roten Teppich und ihren Auftritt zum Protest gegen Sexismus und die Benachteiligung von Frauen im Showbusiness und anderen Branchen. Aus Solidarität mit Opfern sexueller Belästigung in Zeiten der #MeToo-Bewegung kleideten sich die meisten ganz in Schwarz. Auf der Bühne forderten sie zum Kampf für die Gleichstellung von Frauen auf. Gejubelt wurde allerdings auch. Abräumer des Abends war das Drama "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" mit insgesamt vier Preisen. Einen großen Erfolg gab es auch für den deutschen Film: Fatih Akin konnte mit seinem Film "Aus dem Nichts" eine Goldtrophäe abräumen.

Prominente Preisträger, politische Statements

Der Golden Globe für das beste Drama geht in diesem Jahr an den Film "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" von Regisseur Martin McDonagh. Insgesamt gewann das Werk um Polizeiwillkür und Rassismus am Sonntagabend (07.01.) Ortszeit bei der Gala in Los Angeles insgesamt vier Golden Globes, darunter auch den für Frances McDormand als beste Hauptdarstellerin. In der Kategorie Beste Komödie/Musical gewann die Tragikomödie "Lady Bird" von Greta Gerwig den Hauptpreis. 

Der Preis für den besten Hauptdarsteller in einem Drama ging an den Briten Gary Oldman (59) für "Churchill - Die dunkelste Stunde" über den ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill. Als bester Regisseur gewann der Mexikaner Guillermo del Toro für "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers". Das Fantasymärchen war mitsieben Nominierungen der Favorit des Abends gewesen, erhielt dann aber "nur" noch den für die beste Filmmusik des Komponisten Alexandre Desplat.

Als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical wurde die irisch-amerikanische Schauspielerin Saoirse Ronan für "Lady Bird" ausgezeichnet. Die 23-Jährige spielt darin eine rebellische Schülerin, die ihrer kleinstädtischen Heimatstadt überdrüssig ist. In derselben Sparte gewann James Franco den Globe als bester Hauptdarsteller. Der 39-Jährige überzeugte den Verband der Hollywood-Auslandspresse mit seiner Rolle als exzentrischer Regisseur Tommy Wiseau in der Tragikomödie "The Disaster Artist", bei der Franco auch Regie führte.

Allison Janney und Sam Rockwell gewannen Auszeichnungen als beste Nebendarsteller. Rockwell wurde für seine Rolle in "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" geehrt, in dem er einen rassistischen und gewalttätigen Polizisten spielt. Janney gewann für ihre Rolle alsherzlose, strenge Mutter in der Tragikomödie "I, Tonya".

Ein Golden Globe für Hamburg

Der deutsche Regisseur Fatih Akin konnte sich über eine hohe Auszeichnung für sein NSU-Drama "Aus dem Nichts" freuen: Der Thriller wurde mit dem Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film geehrt. Der Golden Globe für Akins "Aus dem Nichts" mit Hauptdarstellerin Diane Kruger ist der erste für einen deutschsprachigen Film, seitdem 2010 das Schwarz-Weiß-Drama "Das weiße Band" von Regisseur Michael Haneke gewonnen hatte. Für den 44-jährigen Akin, Sohn türkischer Einwanderer, war es die erste Globe-Nominierung gewesen. "Aus dem Nichts" ist in diesem Jahr auch der deutsche Oscar-Kandidat.

(dpa/san)

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