Haustür, Eingang, Shutterstock

Moderne Eingangstüren

Umweltschutz und Fördermittel

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Umweltschutz und Fördermittel

Als Visitenkarte des Hauses wird die Eingangstüre gerne bezeichnet. Völlig zurecht, denn wer vor einem Grundstück vorbeiläuft, schaut zuerst in der Regel auf das Zutrittsportal. Es ist weit mehr als nur der Einlass zu den eigenen vier Wänden. 

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Moderne Eingangstüren: Umweltschutz und Fördermittel

In der heutigen Zeit sind Bewohner anspruchsvoll, was die Wahl der Eingangstüre betrifft. Ein modernes Modell muss heute viele wichtige Kriterien erfüllen: Der Diebstahlschutz und die Wärmedämmung sind besonders bedeutende Themen.

Was einen perfekten Hauseingang ausmacht

Wer sich mit dem Thema moderne Eingangstüren beschäftigt, wird bald erkennen, dass es viele unterschiedliche Modelle und Designs gibt. Die Entscheidung, wie man das Eingangsportal gestalten möchte, fällt schon in der Planungsphase des Hauses. Dabei stehen wichtige Überlegungen an: Immerhin soll das Haus möglichst leicht zu betreten sein, ohne dabei Hindernisse überwinden zu müssen. Dazu zählen zum Beispiel Stiegen. Während es in jungen Jahren noch wenig Probleme bereitet, das Haus über einige Stufen zu betreten, kann das in fortgeschrittenem Alter zur wahren Herausforderung werden. Daher plant man am besten gleich einen barrierefreien Zugang.

Nicht nur die Barrierefreiheit ist bei der Gestaltung des Eingangsbereichs ein bedeutendes Thema. Zur Sicherheit trägt zum Beispiel auch eine Überdachung bei. Immerhin werden manche Bodenbeläge bei Nässe rutschig. Auch Schnee, der sich bis vor die Eingangstüre türmt, kann zum richtigen Problem und zur Unfallgefahr werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch die Eingangstüre bei Starkregen Wasser in die eigenen vier Wände eindringt und dabei massive Schäden anrichtet.

Bei einer modernen Eingangstüre an den Umweltschutz denken

Was eine neue Eingangstüre mit Umweltschutz zu tun hat? Sehr viel, wenn man bedenkt wie viel Heizungsluft durch schlecht gedämmte Hausportale ins Freie entweicht. Durch die Warmwasseraufbereitung und die Heizung entstehen im Durchschnitt in privaten Haushalten 49,7 kg CO2. Diesen beachtlichen Wert zu senken hat sich die Energiesparverordnung zum Ziel gemacht. Darin ist geregelt, wie viel Wärme durch die Fassade, die Fenster und die Eingangstüre nach außen entweichen darf. Die Größe, um das zu messen heißt W/m²K – damit wird der Wärmedurchgangskoeffizient angegeben.

Bei modernen Eingangstüren darf dieser Wert (als U-Wert bekannt) nicht mehr als 1,8 betragen. Je kleiner dieser Wert ist, umso besser für die Umwelt. Wie gut die Dämmeigenschaften einer Tür ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählt auf jeden Fall das Material. Holz besitzt von Natur aus gute Dämmeigenschaften. Dafür sorgen winzig kleine Luftkammern, die in dem Naturmaterial eingeschlossen sind. Alutüren sehen zeitlos elegant aus und sind außerdem robust, allerdings leitet das Material Wärme gut und weist daher nur schlechte Dämmeigenschaften auf. Moderne Eingangstüren aus Aluminium sind jedoch mit zusätzlichem Material so gut gedämmt, dass sie ausgezeichnete U-Werte aufweisen. Auch Kunststofftüren sind so gefertigt, dass ihre Dämmeigenschaften den anderen Modellen in nichts nachstehen.

Ebenso wichtig wie das Material ist auch der Einbau: Selbst eine hochwertige Eingangstüre mit einem ausgezeichneten U-Wert kann bei unsachgemäßem Einbau zum Klimakiller werden. Immerhin muss die Türe sachgemäß abgedichtet werden, damit unterhalb des Türblatts keine Luft entweichen kann. Auch auf die Fugen zwischen dem Mauerwerk und dem Rahmen sollte man achten. Wer sich für eine Eingangstüre mit Glaselementen entscheidet, sollte darauf achten, dass es sich um eine Wärmeschutzverglasung handelt. Sie ist aus mehreren Schichten aufgebaut.

Fördermittel ausschöpfen

Wer sich für moderne Alu Haustüren oder eine Haustüre aus einem anderen Material mit erstklassigen Dämmeigenschaften entscheidet, sollte sich auch über Förderungen informieren. Von der KfW Bank gibt es einen Zuschuss, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Hier die wichtigsten Informationen dazu: 

  • Wer in den Genuss einer Förderung kommen möchte, muss sich für eine Eingangstüre mit einem U-Wert von maximal 1,3 W/m²K entscheiden.
  • Ein Kriterium ist außerdem, dass der U-Wert der Außenwand besser sein soll als jener der neuen Haustüre.
  • Wichtig ist, die Förderung vor Beginn der Sanierungsarbeiten zu beantragen
  • Im Rahmen des Programms 430 werden maximal 5.000 Euro an Förderung vergeben: die Höhe richtet sich nach den Kosten, die für Einbau und Material anfallen. Davon übernimmt die KfW 10 Prozent
  • Der Zuschuss 455 richtet sich an all jene, die eine neue Eingangstüre als Maßnahme gegen Einbrecher einbauen lassen. Investitionen in einer Höhe von bis zu 1.000 Euro werden jeweils mit 20 Prozent gefördert, darüberliegende Kosten mit 10 Prozent
  • Das Förderansuchen wird über einen Energieberater eingebracht. Dieser muss in der Liste für Förderprogramme des Bundes als Experte für Energieeffizienz aufscheinen.

Es lohnt sich also, die Dienste eines Energieberaters in Anspruch zu nehmen. Die Experten beraten nicht nur bei der Wahl der Eingangstüre, sondern kennen auch die Voraussetzungen für Förderungen.

Fazit

Moderne Eingangstüren liegen ganz im Zeichen der Zeit: Immerhin ist das Thema Klimaschutz heute so präsent wie nie zuvor. Vor allem die junge Generation setzt sich dafür ein, den Planeten lebenswert zu erhalten und den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Dazu kann jeder beitragen, indem man sich über die Energieeffizienz des Eigenheims Gedanken macht. Viel Heizungsluft entweicht durch alte Eingangstüren, die nur schlecht dämmen. Daher sollte man sich nicht nur beim Neubau eines Eigenheims, sondern als Bewohner eines älteren Objektes Gedanken über eine Sanierung des Eingangsportals machen. Hilfreich sind dabei Energieberater, die prüfen wie energieeffizient die eigenen vier Wände sind. Unter anderem helfen sie auch dabei, für eine neue Eingangstüre Förderungen zu beantragen.