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Weihnachtsmarkt, Jungfernstieg

Hamburger Weihnachtsmärkte mit Betonelementen gesichert

Terroranschlag in Berlin

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Terroranschlag in Berlin

Nach der Todesfahrt eines Lastwagens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt kommt auch in Hamburg das Sicherheitskonzept auf den Prüfstand. 

Hamburger Weihnachtsmärkte

Der Hamburger Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg wird mit Panzersperren gesichert.

Nach dem Anschlag von Berlin haben die Hamburger Behörden die Sicherheitsmaßnahmen für die Weihnachtsmärkte verstärkt. So werden Märkte, deren Buden direkt an großen Straßen wie der Reeperbahn oder dem Jungfernstieg liegen, mit Absperrelementen geschützt. Gleiches gilt für die Zufahrten von Weihnachtsmärkten. Zudem sei zum Teil eine Umleitung des Lkw-Verkehrs vorgesehen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) im Rathaus.

Beamte patroulieren auf Weihnachtsmärkten

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer schränkte aber ein: "Wir können nicht die ganze Stadt Lkw-frei machen." Auf den 33 Weihnachtsmärkten der Hansestadt sollten sich bis Heiligabend 250 Beamte um die Sicherheit kümmern, sagte Meyer über die erhöhte Polizeipräsenz. "Kollegen werden Schutzwesten tragen und Maschinenpistolen dabeihaben". Dem Anschlag in Berlin waren am Montagabend (19.12.) auf dem Breitscheidplatz zwölf Menschen zum Opfer gefallen, rund 50 wurden verletzt.

Keine absolute Sicherheit

Grote sagte, die Behörden würden nochmals die islamistische Szene in Hamburg - Verfassungsschutzchef Torsten Voß sprach von "Gefährdern im zweistelligen Bereich" - in den Blick nehmen. Zudem sollten Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen überprüft werden. Meyer verwies darauf, dass es keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge in Hamburg gebe. Eine "absolute Sicherheit" aber gebe es nicht. "Selbst Frankreich hat es mit Ausnahmezustand nicht verhindert, dass es zu weiteren Taten gekommen ist." Auch Voß sagte, die Behörden befürchteten "aktuell jetzt keine konkreten Anschläge, aber wir haben nach wie vor eine hohe Gefährdungslage". Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) forderte nach der Todesfahrt eines Lastwagens eine harte Bestrafung der Verantwortlichen. "Dieser furchtbare Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und unseren Frieden muss hart bestraft werden", erklärte Scholz und fügte hinzu: "Wir fühlen mit den Opfern und trauern mit den Angehörigen der Toten und Verletzten." (dpa/apr)

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