G20-Ausschreitungen Landungsbrücken

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G20-Fahndung wird international ausgeweitet

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G20-Fahndung wird international ausgeweitet

Die umstrittene Öffentlichkeitsfahndung nach Randalierern und Plünderern beim G20-Gipfel im Juli 2017 soll deutlich ausgeweitet werden.

G20-Ausschreitungen Landungsbrücken

"Wir arbeiten derzeit daran, mit entsprechendem Bildmaterial auch im europäischen Ausland öffentlich zu fahnden", sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) dem "Hamburger Abendblatt" am Freitag (02.02.). Mit der Aktion betrete man "Neuland".

Veröffentlichung im EU-Ausland

Die Fahndungsbilder sollen etwa in Spanien und Italien verbreitet werden, so Grote. Aus diesen Ländern seien besonders viele militante Linksextremisten zum G20-Gipfel nach Hamburg gereist.  Die am 18. Dezember gestartete Öffentlichkeitsfahndung in Deutschland verlaufe erfolgreich, sagte Grote. "Es ist bereits gelungen, viele Täter zu identifizieren." Nach Polizeiangaben wurden bislang 23 Tatverdächtige ausfindig gemacht, nach denen mit Fotos gefahndet wurde. Kritiker werfen den Ermittlern vor, eine derart große Fahndung gleiche einer unkontrollierten Rasterfahndung.

Bereits Tausende Ermittungsverfahren

Der Innensenator verteidigte die Veröffentlichung der Bilder. "Erstmals können sich Täter noch Monate nach Krawallen nicht sicher fühlen", sagte Grote. Bei den Krawallen war es vor allem im Hamburger Schanzenviertel zu gewalttätigen Ausschreitungen, Angriffen auf die Polizei und zur Plünderung von Geschäften gekommen. Insgesamt gibt es nach Polizeiangaben etwa 3.000 Ermittlungsverfahren.

(dpa/san)

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