Michael Douglas, Bruce Dickinson

Stars warnen vor Gefahren

Kann Oralsex Krebs verursachen?

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Kann Oralsex Krebs verursachen?

Michael Douglas und Bruce Dickinson behaupten, Oralverkehr hätte ihren Krebs verursacht. Was ist dran an dieser Theorie?

Sex, Oralverkehr, Oralsex

Michael Douglas und Bruce Dickinson geben Oralverkehr Schuld an Krebserkrankung. Kann das stimmen?

"Iron Maiden"-Sänger Bruce Dickinson und Schauspieler Michael Douglas (70) warnen in der Öffentlichkeit vor den Gefahren von Oralsex. Die beiden Stars machen die mündlichen Zärtlichkeiten für ihre Krebserkrankung verantwortlich.

Stars geben Oralverkehr die Schuld

Bereits 2013 erklärte der Hollywood-Schauspieler, dass Oralverkehr verantwortlich für seinen Kehlkopfkrebs sei. Er habe herausgefunden, dass HPV (Humane Papillomviren) der Grund für diese schwere Krankheit sein können. Damit blamierte er unbewusst seine Frau Catherine Zeta-Jones (45) und entschuldigte sich jetzt nachträglich in der Öffentlichkeit dafür bei ihr.

 

Dickinson: Männer häufiger betroffen

Auch Frontmann Bruce Dickinson ist überzeugt, dass Oralsex verantwortliche für seine Zungentumore ist. "Die Sache mit dem HPV Virus ist, dass Menschen nicht viel darüber wissen. Ich möchte nicht gruselig sein oder so, aber ich würde erwarten, dass es bei Lesben öfter auftritt. Aber nein, es sind 25 Prozent weniger als Männer. Es scheint etwas zu sein, das nur Männer betrifft."

Was ist dran an der Vermutung?

Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (Krebsinformationsdienst) können Humanen Papillomviren tatsächlich Krebs verursachen.  Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering. Es gibt über 150 verschiedene HPV-Typen. Bei den meisten Virustypen ist eine Infektion folgenlos oder verursacht harmlose Warzen. Allerdings führen einige zu bösartigen Gewebeveränderungen an Geschlechtsorganen, After und im Mund-Rachen-Bereich.

Im Laufe des Lebens kommen die meisten Erwachsenen in Kontakt mit HPV, aber keine Angst: das Immunsystem siegt in der Regel über die Erreger. Auch wenn man mit einem krebsfördernden Typ des Virus in Kontakt kommt, verschwindet es in den meisten Fällen wieder unbemerkt. Selbst wenn die Infektion länger bleibt, entwickelt sich nur selten Krebs oder Vorstufen davon. Die Infektion lässt sich heute mit einem Test nachweisen und gegen Gebärmutterhalskrebs gibt es heute eine Impfung, die vor den wichtigsten HP-Viren schützt.

Übertragung des Virus

Das Virus wird über Geschlechts- und Oralverkehr übertragen. Aber auch bei der Geburt kann sich das Virus auf das Neugeborene übertragen werden, wenn die Mutter Genitalwarzen hatte. Ob der Erreger auch durch den Kontakt der Genitalschleimhäute von verunreinigten Gegenständen wie zum Beispiel einer Toilette übertragen wird, kann nicht ausgeschlossen werden.

Dementsprechend kann es sein, dass Douglas und Dickinson wirklich durch Humane Papillomviren an Krebs erkrankt sind. Jedoch könnten auch andere Risikofaktoren wie jahrelanges Rauchen Schuld an der Krankheit sein.

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