Fenster für Tipps gegen Einbrecher

Polizeipräsident Ralf Meyer gibt Tipps

So schützt Ihr Euer Zuhause vor Einbrechern

Facebook & Co.
So schützt Ihr Euer Zuhause vor Einbrechern

Polizeipräsident Ralf Meyer war zu Besuch in der HAMBURG ZWEI Morning-Show. Hier hat er gezeigt, wie leicht es für Einbrecher ist, in fremde Häuser einzudringen.

Ralf Meyer zeigt Einbruch an Fenster

Hier zeigt Stefan Meder, der Leiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, wie leicht es ist, einzubrechen.

"Wir haben so um die 7.000 bis 8.000 Wohnungseinbrüche im Jahr", verriet der Polizeipräsident. Weiter erzählte er, dass es eine bestimmte Tageszeit oder einen bestimmten Stadtteil Hamburgs, in dem die Einbruchs-Quote besonders hoch wäre, nicht gäbe. Auch handle es sich um keinen bestimmten Personenkreis, der besonders oft Einbrüche in Wohnungen verübe. 

Dunkle Jahreszeit sorgt für mehr Einbrüche

Häufig würde in den Gebieten nahe dem Zentrum in Wohnungen und in den umliegenden Stadtteilen in Einzelhäuser eingebrochen - besonders jetzt, wo es wieder dunkler wird, häufen sich die Einbrüche. Er sagte, dass die Aufklärungsquote bei sieben bis acht Prozent liege, was aber durch das neue Konzept, das Einsetzen von Zivilfahndern, verbessert werden soll. 

Tipps gegen Einbrüche

In der Caffamacherreihe gäbe es eine gute Beratungsstelle, die man aufsuchen kann. Wie Ralf Meyer erzählte, kommen die Beamten auch zu Eurem Haus und geben Euch Tipps, wie Ihr Euer Zuhause vor einem Einbruch besser sichern könnt. Besonders wichtig sei, dass Sicherungen an Türen und Fenster angebracht werden, da dies zusätzlich für einen längeren Zeitaufwand sorgt. 

Ein großes Problem sei, dass zu wenig Leute bei der Polizei anrufen, wenn diese etwas auffälliges sehen oder hören. Der Anruf bei der Polizei sowie das Erscheinen der Beamten an den Wohnungen oder Häusern ist kostenfrei - also, im Zweifel immer anrufen!

Damit Ihr Euer Haus weiter absichern könnt, haben wir Euch ein paar Anti-Einbruchs-Tipps zusammengestellt. 

Anti-Einbruch-Tipps So schützt Ihr Euer Zuhause

Türen: Auch wenn Ihr Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlasst: Zieht die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließt sie auch immer zweifach ab. Ansonsten kann auch ein Ungeübter schon mit einer normalen EC- oder Kredit-Karte Zutritt zu Eurem Zuhause bekommen.





Versteckt Euren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck.





Wenn Euch der Schlüssel abhanden gekommen ist, wechselt umgehend den Schließzylinder aus. Am besten dann ein Schlüssel- und Schlosssystem kaufen, das registrierte Schlüssel hat. So ist ein eventueller Diebstahl der Schlüssel nachzuverfolgen, wenn sie wieder auftauchen.





Lasst bitte bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken. Schnell kann die Tür eingeschlagen und der Schlüssel abgezogen werden.





Nachrüsten lohnt sich oder wenn Ihr gerade eine neue Haustür kaufen wollt, dann denkt unbedingt an einen Türspion und eine Türkette. Für einen guten Spion zahlt Ihr ca. 20 Euro, einen massive Kette kostet ca. 30 Euro. Somit wisst Ihr immer, was Euch vor Eurer Haustür erwartet.





Fenster: Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. Ein Einbrecher öffnet ein handelsübliches Fenster in ca. 10 Sekunden. Ein Zusatzschloss mit Verriegelungspunkten lohnt sich auf alle Fälle. Es ist beim Ankippen immer noch mit dem Rahmen verbunden und standhaft gegen Druck- und Aufhebelungsversuche. Kosten: ca.30-50 Euro.





Rollläden sollten zur Nachtzeit und keinesfalls tagsüber geschlossen werden, damit sie nicht sofort Eure Abwesenheit signalisieren. Empfehlenswert sind in jedem Falle geprüfte einbruchhemmende Rollläden der Widerstandsklasse 2. Ansonsten könnt Ihr auch Zusatzsicherungen wie bei einem Fenster nachträglich einbauen, um das Hochschieben zu vereiteln.





Wertsachen: Sollte es der Einbrecher dann doch in Euer Zuhause geschafft haben, sichert vorsorglich Eure wertvollen Sachen. Lasst sie nicht offen herumliegen, sondern bewahrt diese in einem Tresor auf. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle ist ein guter Anlaufpunkt, um zu erfahren, was man braucht und was einfach Geldschneiderei wäre. In Hamburg findet Ihr diese in der Caffamacherreihe 4.
 





Wertsachen: Wichtige Dokumente, die Ihr nur selten in Gebrauch habt (Kaufverträge, Testament) sollten nicht zu Hause aufbewahrt werden. Die gehören z.B in ein Bankschließfach (ca. 80 Euro Jahresmiete, variiert von Bank zu Bank) oder können auch beim Notar oder Anwalt verwahrt werden.





Auto, Motorrad, Fahrrad: Für alle gilt, dass Ihr unbedingt immer den Schlüssel abziehen müsst, bei den beiden Erstgenannten auch immer das Lenkradschloss einrasten lassen. Nie Wertsachen im Auto liegen lassen. Euer Fahrrad kennzeichnet Ihr am besten am Rahmen und ladet Euch gleich hier den Fahrradpass runter. Da schreibt Ihr die Rahmennummer und die individuellen Merkmale Eures Fahrrads rein. Im Schadensfall ermöglicht der Fahrradpass so eine rasche und zielgerichtete Fahndung durch die Polizei.





Hier könnt Ihr Euch ansehen, was so einige Einbrecher veranstaltet haben - da kann man nur noch den Kopf schütteln! 

Die dümmsten Einbrecher

Um noch einmal den Stand der Dinge zu checken, loggte sich ein Einbrecher im September 2009 auf dem Computer des Hausbesitzers in seinen eigenen Facebook-Account ein - die Fahndung war schnell erfolgreich.





Wuppertal. Hier wurde ein Täter gefasst, da er ganz besonders leise sein wollte: Er legte einen Zettel mit der Aufschrift "Das ist ein Überfall" auf den Tresen. Dumm nur, dass er diese Botschaft auf einen Briefumschlag geschrieben hatte, der an ihn adressiert war.





Matthew und Joey M. wollten eine Wohnung in Carroll in Iowa ausrauben, wurden dabei beobachtet und flohen. Polizisten konnten die Männer festnehmen, da sie perfekt auf folgende Beschreibung passten: Zwei weiße Männer mit schwarzen Gesichtern. Matthew und Joey hatten ihre Gesichter mit wasserfesten Markern angemalt.





Im Dezember 2011 brach eine fünfköpfige Gang in ein Haus in Florida ein und stahl dort drei Urnen, in der einen befand sich die Asche des Vaters, in den anderen beiden die Asche von zwei verstorbenen Hunden. Als die Gang später verhaftet wurde, stellte sich heraus, dass die fünf Mitglieder glaubten, dass es sich bei dem "Puder" um Kokain handelte, das Zeug aber komischerweise nicht gewirkt hatte.





Im Herbst 2010 versteckte sich ein Einbrecher in dem Obergeschoss eines Hauses in dem amerikanischen Oak Hill, da der Hausbesitzer plötzlich zurückkam. Als der Bewohner des Hauses einen Witz erzählte, flog der Einbrecher auf, da er so herzlich mitgelacht hat.





(lwe)

Deine Meinung
comments powered by Disqus
Verwandte Themen
Badezimmer 80er

80er Flair für euer Heim

Einbruch, Räuber, Diebstahl, Überfall, Raubüberfall, Einbrecher, Verbrechen

Steigende Einbruchszahlen

Schanzenviertel, G20

Großfahndung der Soko "Schwarzer Block"