Neil Young, Warner Musik, Pressefoto

Unerlaubte Verwendung von Songs

Neil Young will Donald Trump verklagen

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Neil Young will Donald Trump verklagen

Weil Donald Trump bei seine Rede am Unabhängigkeitstag ungefragt Songs von Musiker Neil Young verwendet hat, überlegt dieser nun rechtliche Schritte einzuleiten.

Neil Young Crodfunding

Donald Trump und die Musiker - das wird keine große Liebe mehr. Immer wieder gerät der US-Präsident mit Musikgrößen aneinander, weil er unerlaubt deren Songs für Wahlkampfauftritte und sonstige Redeveranstaltungen verwendet. Neustes Beispiel: Neil Young. Der will jetzt sogar gegen Trump klagen und ihm die Verwendung seiner Songs verbieten.

"Ich habe den Song nicht dafür geschrieben"

Nach der Verwendung seiner Songs bei einer Ansprache von US-Präsident Donald Trump am Mount Rushmore am 4. Juli 2020 überlegt der kanadische Rockstar Neil Young nun tatsächlich doch, rechtliche Schritte einzuleiten. "Stellt Euch vor, wie es sich anfühlt, 'Rockin' in the Free World' zu hören, nachdem dieser Präsident gesprochen hat, als wäre es sein Titelsong. Ich habe ihn nicht dafür geschrieben", schrieb der 74-Jährige in einem Statement, das auf der Internetseite 'Neil Young Archives' veröffentlicht wurde.

Neil Young wollte erst nicht klagen

Trump hatte den Song und weitere bei einem Auftritt zum Unabhängigkeitstag Anfang Juli gespielt. Das fand der Musiker zwar "not ok" - von einer Klage sah Young jedoch ab, damit sich der Präsident auf den Kampf gegen das Coronavirus konzentrieren konnte, wie er in einem Brief an den Präsidenten schrieb. Nach dem umstrittenen Einsatz von Bundespolizisten gegen Demonstranten schrieb Young nun: "Ich bin dabei, meine Meinung darüber zu ändern, den Präsidenten zu verklagen", schrieb Young.

Nicht der erste Streit

Der Musiker, der in Kalifornien lebt und auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, ist ein überzeugter Demokrat. Schon 2016 hatte er sich beschwert, als Trump im Wahlkampf seine Songs verwendete. Er ist nicht der einzige Musiker, der Probleme damit hat, dass Trump seine Songs für Wahlkampfauftritte nutzt. So hatten etwa die Rolling Stones, Elton John, Ozzy Osbourne, Adele und zuletzt im Juni die Familie des 2017 gestorbenen Sängers Tom Petty den US-Präsidenten dafür kritisiert.

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