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Wie wird man eigentlich Berufsmusiker?

Wie wird man eigentlich Berufsmusiker?

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Wie wird man eigentlich Berufsmusiker? Anzeige

Musik hat innerhalb der Gesellschaft einen hohen Stellenwert, begleitet sie doch den Alltag vieler Menschen.

Hört man ein bestimmtes Lied, verbindet man damit besondere Erinnerungen. Viele Menschen, die ein Instrument lernen, werden mindestens einmal darüber nachgedacht haben, wie ihr Leben als Berufsmusiker wohl aussehen könnte. Doch wie wird man eigentlich Berufsmusiker? Reicht einfacher Musikunterricht, ein selbstständiges Studium oder ein akademischer Abschluss im musikalischen Bereich? Reicht Übung überhaupt aus, oder muss man mit der Gabe zur Musik geboren worden sein? Fragen über Fragen, die man sich stellt, wenn man einmal genauer darüber nachdenkt. Tatsächlich schaffen es nur wenig Künstler auf die ganz großen Bühnen.

Von der ersten Live Performance zum großen Konzert

Live Performances im Rahmen der Musik gibt es, seitdem es Musik selbst gibt. Wer nicht in den verschlossenen eigenen vier Wänden, sondern vor Publikum spielt, sei es auch nur vor der Familie, bietet eine live Performance an. Im größeren Ausmaß gibt es live Performances jedoch seit dem 18. Jahrhundert. Während Konzerte zuerst in London und Paris populär waren, haben sie sich im Laufe des Jahrhunderts zunehmend im Rest Europas etabliert. Musikdarbietungen, die zuvor ausschließlich im Rahmen von gesellschaftlichen Anlässen, wie einem Begräbnis oder einer anderweitigen Zeremonie stattfanden, dienten nun primär dem Vergnügen.

Mittlerweile sind Konzerte aus der Gesellschaft kaum noch wegzudenken. Jährlich finden allein in Deutschland mehrere Tausend Konzerte mit jeweils mehreren Tausend Besuchern statt, wobei Festivals das Nonplusultra sind. Hierbei handelt es sich um große Konzerte mit vielen unterschiedlichen Künstlern, die sich häufig über mehrere Tage erstrecken.

Das Leben als Berufsmusiker – Vor- & Nachteile

Berufsmusiker ist ein sehr dehnbarer Begriff. Nicht jeder Berufsmusiker ist international und namentlich bekannt. Trotzdem ist dies das Bild, das man im Kopf hat, wenn man davon träumt, im musikalischen Bereich Fuß zu fassen. Nicht nur die internationalen Stars gelten als Berufsmusiker, sondern auch Musiker im Orchester. Wer es schafft, seinen Traum als Berufsmusiker zu leben, der wird schnell feststellen, dass es nicht ausschließlich Vorteile mit sich bringt. Tatsache ist nämlich, dass jeder einzelne Beruf Vor- und Nachteile hat.

Was häufig unterschätzt wird, sind die Arbeitszeiten sowie der Arbeitsaufwand. Ähnlich wie in der Gastronomie arbeiten Berufsmusiker genau dann, wenn alle anderen Freizeit haben und auch die Arbeit an sich gestaltet sich häufig sehr stressig. Musik ist harte Arbeit, erfordert Präzision und Disziplin. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass jeder Musiker tagtäglich üben muss, um eine gute Show abzuliefern. Dieser Stress kann sich negativ auf die Psyche der Musiker auswirken. Neben dem Stress, der durch die tägliche Arbeit entsteht, kommen strenge Urteile von Manager, Jury und Trainer hinzu.

Außerdem ist der Aspekt des Gehalts zu berücksichtigen. Wer mit dem großen Geld rechnet, wird unter Umständen erst einmal enttäuscht. Abhängig ist das Gehalt von der Position des Musikers. Wer es nicht gleich auf das große Sprungbrett schafft und die Charts stürmt, wird mit einem vergleichsweise niedrigen Einstiegsgehalt rechnen müssen.

Der Weg zum Berufsmusiker

Wer sich dazu entscheidet, seinem Traum zu folgen und das Hobby der Musik zum Beruf zu machen, der sollte insbesondere stressresistent und zielstrebig sein. Wichtig ist, dass man nicht mit einem Durchbruch zum internationalen Künstler über Nacht rechnet. Ein guter Berufsmusiker zu werden, ist ein langwieriger Prozess. Als Grundvoraussetzung auf dem Weg zum Berufsmusiker gilt die Leidenschaft. Wer die nicht besitzt, wird scheitern.

Kein Karriereweg verläuft reibungslos. Umso wichtiger ist es, den Glauben an das eigene Können nicht aufzugeben, sondern immer weiter zu üben und voranzuschreiten. Ein Instrument gut spielen zu können, reicht für die große Karriere definitiv nicht aus, denn dafür ist das Angebot an guter Musik mittlerweile einfach zu groß. Kontinuität und harte Arbeit sind es, die einen guten Freizeitmusiker von einem Berufsmusiker unterscheiden.

Je nachdem, welches Ziel man im Bereich der Musik verfolgt, ist ein Musikstudium sinnvoll. Neben dem praktischen Können wird hier das theoretische Verständnis der Musik gestärkt, was sich positiv auf den Entwicklungsprozess des Künstlers auswirkt.

Wie werden Musiker eigentlich beworben?

Wer sich als Berufsmusiker selbstständig macht, zielt darauf ab, seine Musik auf dem Markt zu platzieren und sich gegen die vielfältige Konkurrenz durchzusetzen. Wirtschaftlich gesehen entspricht dieser Vorgang dem Umstand, ein gänzlich neues Produkt auf den Markt zu bringen. Um eine Chance zu haben, muss das Produkt entweder besser sein als die, die bisher angeboten werden, oder es muss in eine Nische passen, die es ausfüllen kann.

Kooperationspartner können dabei helfen, die eigene Marke zu bewerben. Insbesondere das Internet bietet sich dank seiner enormen Reichweite an, um an Popularität zu gewinnen. Aber auch Musikfirmen können sehr hilfreich sein, da sie auf die entsprechende Branche spezialisiert sind. Je nachdem, um welche Art von Berufsmusiker es sich handelt, bieten sich unterschiedliche Werbekanäle an. Straßenmusiker betreiben ihre eigene Werbung beispielsweise etwas anders und auf vollkommen selbstständiger Basis. Sie sind nicht so häufig in geschlossenen Räumen zu finden, sie treten lieber in Stadtparks auf und spielen in Fußgängerzonen bzw. U-Bahnhöfen. Allerdings gilt gerade auf der Straße das altbekannte Motto: fressen oder gefressen werden.

Der Wettbewerb um den besten Stellplatz ist allgegenwärtig und manche Straßenmusiker kämpfen mit sämtlichen Mitteln, um ihr Territorium zu verteidigen und sich gegen ihre Konkurrenz durchzusetzen.