Phil Collins, Fotoshooting, Leuchtturm

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Name: Phil David Charles Collins
Geburtstag: 30. Januar 1951
Geburtsort: Chiswick, London
Sternzeichen: Wassermann

Mit den Vornamen Philip David Charles hätte er auch gut und gerne ins britische Königshaus einheiraten können, aber dann wären uns sensationelle Songs wie "In The Air Tonight" oder "Both Sides" oder "You Can't Hurry Love" oder "I Can't Dance" oder oder oder...verloren gegangen. Phil Collins ist ein echtes Phänomen. Er ist Schlagzeuger, Sänger, Songwriter, aber auch erfolgreicher Produzent, Schauspieler und seit 2012 auch Buchautor.

Und das nicht nur auf Solowegen – auch bei " Genesis" hinterlässt er Spuren, prägt nach dem Ausstieg von Peter Gabriel die Band maßgeblich mit und drückt ihr mit seiner unvergleichbaren Stimme und seinem Soundtalent den Stempel auf.

Kindheit/Jugend

Wer hätte das gedacht bei dem kleinen Philip David Charles Collins, der am 30. Januar 1951 in Chiswick, London das Licht der Welt erblickt. Weihnachten 1956 wird quasi der Grundstein für seine Karriere gelegt – er bekommt ein Schlagzeug geschenkt. Über 60 Jahre später wird das unter anderem der Grund sein, warum er weltweit rund 250 Millionen Tonträger verkauft hat.

Notenlesen war übrigens nie sein Ding, er entwickelte für sich später ein ganz eigenes Notensystem, um seine Songs schreiben zu können. Bereits in der Chiswick Community School gründete er die Schulband "The Real Thing" und schloss sich später "The Freehold" an, mit denen er seinen allerersten Song "Lying Crying Dying" schrieb. Ender der 1960er Jahre bekam Collins dann seinen ersten Plattenvertrag als Schlagzeuger von "Flaming Youth".

Genesis – Mit Phil wird’s POPulär

Wie wird man eigentlich Schlagzeuger einer Erfolgsband wie Genesis in einer Zeit, in der es YouTube oder Email nicht gegeben hat? Genau, man liest Zeitung oder einschlägige Zeitschriften, sucht Annoncen durch und beantwortet sie. Das Casting fand in Peter Gabriels Haus statt, der 1975 die Band verließ.
Fünf Jahre hielt sich Collins mit seinem Drums eher im Hintergrund. Er prägte den Rhythmus und die Vielfältigkeit der Band, steuerte aber meist nur Background-Gesang bei. Erst nach dem Weggang Gabriels 1975, er wollte sich mehr um seine Solokarriere kümmern, ging Collins' Stern am Musikhimmel so richtig auf. Jetzt übernahm er den Part des Lead-Sängers, der Schlagzeuger Collins trat eher in den Hintergrund.

Das erste Album mit Collins als Lead-Sänger "A Trick Of The Tail" (1976) erreichte die Top 40 der US-Charts und kam in den UK-Charts auf Platz 3. Mit Collins wurde die Rock-Band zur Poprock-Band und um einiges kommerzieller. Außerdem war Collins von 1976 bis 1980 Schlagzeuger der britischen Jazz-Fusion-Band "Brand X" - aus Ausgleich zu Genesis.

Solokarriere – Durch die Ehekrise an die Chartspitze

Mit den 80er Jahren kamen nicht nur die riesigen Schulterpolster in Mode, sondern Phil Collins Solokarriere startete durch. Maßgeblich geprägt durch Eheprobleme und eine darauf folgende Scheidung, schrieb er emotionale Songs, die sich sofort an die Chartspitze setzten. Seine erste Single "In The Air Tonight" (1982) aus dem Album "Face Value" hielt sich weltweit an der Spitze, kletterte auch in Deutschland für eine Woche auf die Top 1. In einem Interview mit sagte er damals: "Ich hatte eine Frau, zwei Kinder, zwei Hunde, und am nächsten Tag hatte ich gar nichts mehr. Viele dieser Songs entstanden, weil ich dieses emotionale Wechselbad durchschritt."

1985 kommt dann sein weltweiter Durchbruch mit dem Album "No Jacket Required", das sich schneller verkauft als Michael Jacksons "Thriller" und mit einem Grammy für "Das beste Album des Jahres" geadelt wird.

1989 folgt dann das Album "But Seriously", dass sich vor allem mit seinen sozialkritischen Songs Gehör verschafft. Auskopplungen wie "Colours", "Another Day In Paradise" und "Heat On The Street" setzen besondere Akzente.

Mit dem 1993 veröffentlichten Album "Both Sides" sank Collins in der Gunst der Kritiker, durchschlagende Erfolge stellten sich nicht ein. Kurz darauf gründete Phil Collins die Phil Collins Big Band. Mit dieser Jazz-Band konnte er seine Schlagzeug-Leidenschaft wieder aufleben lassen.

Ich Tarzan, Du Phil

Collins baut sich in den 1980er Jahren ein weiteres Standbein auf. Der Tausendsassa macht in Filmmusik. So sang 1984 er "Against All Odds (Take A Look At Me Now)" als Titelsong für den Kinofilm "Gegen jede Chance" und holte sich damit einen Grammy. In die breite Medienöffentlichkeit rückte Collins aber mit seiner Kompositionsarbeit am Tarzan Musical, das hier in Hamburg Premiere feierte. Er gewann einen Oscar in der Kategorie Bester Song für "You'll Be in My Heart". Der Tarzan-Soundtrack kam in die Top Ten der USA, die Single "You'll Be In My Heart", die Collins bei der Preisverleihung und in der Halbzeitpause des Super Bowl sang, war nach fünf Jahren der erste Collins-Song, der wieder in die Top 40 kam.

Der Rücktritt vom Rücktritt

Zwischen 2009 und 2011 kursierten diverse Gerüchte, Phil Collins würde seine Karriere an den Nagel hängen. Grund dafür waren meist gesundheitliche Probleme. Nach einer Halswirbeloperation im April 2009 hatte der Schlagzeuger Taubheitsgefühle in den Händen, die dazu führten, dass er kein Schlagzeug mehr spielen konnte. Gehör und Wirbelsäule sind geschädigt, eine Nervenkrankheit verursacht Schmerzen in den Händen. 2002 kündigte er dann in seiner ironischen Art die "First Final Farewell Tour", die er ein Jahr später auch spielte. Aber erst am 9. März 2011 beendete er offiziell seine musikalische Karriere, nachdem 2010 noch ein letztes Studioalbum "Going Back" auf den Markt kam.

Diskografie Phil Collins - Alben

Studioalben

1981 – Face Value
1982 – Hello, I Must Be Going
1985 – No Jacket Required
1989 - ...But Seriously
1993 – Both Sides
1996 – Dance Into The Light
2002 – Testify
2010 – Going Back





Live-Alben

1990 – Serious Hits … Live!
1999 – A Hot Night in Paris
2010 – Going Back – Live At Roseland Ballroom





Soundtracks

1984 – Against All Odds – Soundtracks
1985 – White Nights – Soundtrack
1988 – Buster – Soundtracks
1999 – Tarzan – Soundtrack
2003 – Bärenbrüder – Soundtrack





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