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Mutter wegen Mordes verurteilt

Yagmur-Prozess

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Yagmur-Prozess

Das Hamburger Landgericht hat die Mutter der zu Tode misshandelten kleinen Yagmur wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

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Yagmurs Mutter wurde am Dienstag (25.11) zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt (Archivbild).

Das Landgericht stellte am Dienstag (25.11) nicht die besondere Schwere der Schuld fest, die die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Damit kann die 27-Jährige auf eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren hoffen. 

Den Vater der Dreijährigen sprach das Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen schuldig. Er soll für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Die Dreijährige war kurz vor Weihnachten 2013 in der Wohnung ihrer Eltern an den Folgen schwerer Misshandlungen gestorben.

Yagmur wurde nur drei Jahre und zwei Monate alt

Das Verfahren sei für das Gericht stärker als andere Prozesse bedrückend und belastend gewesen, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bülter. "Dies vor allem angesichts des Ausmaßes, in dem Yagmur gelitten hat." Er ging auch auf einen Bericht der Jugendhilfe ein, in dem zahlreiche Fehlentscheidungen und Nachlässigkeiten der Behörden aufgelistet sind. Die Summe der Unzulänglichkeiten hätten dazu geführt, dass die kleine Yagmur nur drei Jahre und zwei Monate alt geworden sei. Das sei beschämend.

Seit Geburt in Obhut von Jugendämtern

Bereits im Januar 2013 war Yagmur wegen einer lebensgefährlichen Schädelverletzung im Krankenhaus behandelt worden. Ein Rechtsmediziner erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts auf Kindesmisshandlung. Weil sich die Pflegemutter selbst bezichtigte, kam Yagmur gut vier Monate vor ihrem Tod wieder in die Obhut ihrer leiblichen Eltern. Im November 2013 hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt, weil nicht geklärt werden konnte, wer der Täter ist.

Die Kleine wurde seit ihrer Geburt von Jugendämtern betreut, die wegen Versäumnissen in der Kritik stehen. Ein Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft will seinen Abschlussbericht dazu am 18. Dezember vorlegen. Sowohl die Verteidiger als auch die Staatsanwaltschaft schlossen nicht aus, in Revision zu gehen.

(dpa/mgä)

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