Handschlag, Vertrag, Hand

Frau verweigert Handschlag, Arzt weist sie ab

Ärtzekammer prüft Vorfall

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Ärtzekammer prüft Vorfall

Wegen eines verweigerten Handschlags kam es in einer Kinderarztpraxis in Norderstedt zum Eklat. Warum, erfahrt Ihr hier.

Handschlag, Vertrag, Hand

Eine Muslimin will laut Medienberichten einen Kinderarzt wegen Beleidigung anzeigen. Aus religiösen Gründen hatte sie sich geweigert, dem Mann die Hand zu geben. Er wies sie ab.

Wer muss wann auf wessen religiöse Gefühle Rücksicht nehmen? Und müssen wir das überhaupt? Diese Frage beschäftigt jetzt die Ärztekammer im Kreis Segeberg, nachdem ein Kinderarzt die Mutter eines Siebenjährigen aus der Praxis verwiesen hat.

Eklat beim Kinderarzt

Die 37-Jährige Muslimin kommt laut Abendblattbericht am Montag (2.03) zusammen mit ihrem Sohn zusammen in die Arztpraxis. Er hat Bauchschmerzen und muss sich übergeben. Nach der Wartezeit begrüßt der Kinderarzt die beiden und reicht ihnen die Hand. Die Mutter verweigert den Handschlag, sagt, sie sei Muslimin und dürfe aus religiösen Gründen fremden Männern nicht die Hand reichen.

Der Kinderarzt fordert die Mutter daraufhin auf, sich einen anderen Arzt zu suchen. Mit dem Hinweis in Deutschland gehöre der Handschlag dazu. Den Sohn wolle er nur in Abwesenheit der Muter behandeln. Sie lehnt ab und geht zu einem anderen Kinderarzt. Dem Bericht zufolge hat der Arzt die Familie später angerufen und um Entschuldigung gebeten. Demnach hat er unter Stress gestanden und die Frau als unhöflich empfunden.

Fall wird überprüft

Trotzdem prüft die Ärztekammer in Bad Segeberg jetzt den Fall. Ob er Konsequenzen für den Kinderarzt hat, steht noch nicht fest. 

(dw/rh/kru)

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