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Wo landen St. Pauli und der HSV am Ende der Saison?

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Wo landen St. Pauli und der HSV am Ende der Saison?

Der Fußball in Hamburg ist nach wie vor eine dominierende Konstante. Bei jedem Heimspiel strömen tausende Fans in die Stadien der beiden Hamburger Klubs, die sich unter den besten Vereinen Deutschlands etablieren konnten. Doch wie sie sieht die Prognose für den Hamburger SV und den FC St. Pauli für die kommende Saison aus? Können die Fans neue Erfolge erwarten?

Ewald Lienen

Wie wird sich der Trainerwechsel bei Pauli in der neuen Saison auswirken?

Zuversicht in der Führungsriege

Widmen wir uns zunächst dem Hamburger SV, der in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Nun scheinen zumindest die stetigen Unstimmigkeiten in der sportlichen Führung des Clubs reduziert worden zu sein. Folglich wächst die Hoffnung auf Seiten der Anhänger, endlich eine Saison mit mehr Konstanz absolvieren zu können. Zum ersten Mal haben nun Heribert Bruchhagen und Trainer Markus Gisdol die Gelegenheit, die Kaderplanung gemeinsam in die Hand zu nehmen. Es ist davon auszugehen, dass noch weitere Leistungsträger hinzustoßen werden, um das allgemeine Niveau des Kaders zu heben. Bereits jetzt sehen die Buchmacher ein höheres Leistungspotenzial beim HSV, was die Quoten deutlich belegen. Da sie auf analytischen Einschätzungen wahrer Experten basieren, sind sie stets ein Gradmesser für die Aussichten des folgenden Jahres. Um als Tipper selbst die besten Werte zu finden, ist auf der Seite von bestcheck.de ein entsprechender Vergleich verfügbar. Die Langzeitwetten zeigen zumindest deutlich, dass dem Hamburger Sportverein durchaus ein Platz im Mittelfeld der Tabelle zugetraut wird.

Neue Kräfte in Hamburg

Blickt man auf die Neuzugänge der kommenden Saison, so sind ebenfalls starke Entwicklungen zu erkennen. Mit André Hahn ist es den Verantwortlichen gelungen, einen weiteren schnellen Flügelspieler in die eigenen Reihen zu holen. Gemeinsam mit Filip Kostic steht demnach die Flügelzange für die kommende Saison, die das Hamburger Spiel noch unberechenbarer machen soll. In der Defensive sorgt der endlich fest verpflichtete Grieche Kyriakos Papadopoulos endlich für mehr Stabilität. Speziell in der letzten Saison war die hohe Zahl an Gegentoren stets ein klares Manko der Mannschaft von Trainer Markus Gisdol. 

Sorgen bereitete den Fans aus diesem Grund auch der Abgang des Kapitäns René Adler, der sich in der kommenden Saison dem FSV Mainz 05 anschließt. Durch die Verpflichtung des U21-Europameisters Julian Pollersbeck scheint Heribert Bruchhagen diese Lücke jedoch bestens geschlossen zu haben. Der 22-Jährige überzeugte in seinen ersten internationalen Auftritten mit einer großen Konstanz und könnte deshalb die Zukunft im Tor des HSV dominieren. Der Blick auf die Konkurrenz in der ersten Fußball Bundesliga zeigt, wie gut die Chancen des Sportvereins stehen. Je nach dem, wie schnell die Neuverpflichtungen in das Gefüge der Mannschaft integriert werden können, ist ein Platz im Mittelfeld absolut möglich. Wer jetzt schon wieder von Europa träumt, hat dagegen nichts aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt.

Gelingt die Fortsetzung der Aufholjagd?

Auf der anderen Seite steht der FC St. Pauli, der seinen Fans in der Hinrunde der abgelaufenen Saison bereits große Sorgen bereitete. Die Kicker vom Kiez standen zum Ende der Hinrunde abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und der Absturz in die dritte Liga schien kaum noch abzuwenden zu sein. Es folgte jedoch was keiner erwartet hatte. Unter Trainer Ewald Lienen läutete der Club die Wende ein und schon bald waren die Abstiegsplätze Vergangenheit. Unter dem Strich ist es sogar noch gelungen, einen soliden siebten Platz in der Tabelle zu ergattern. Dementsprechend wachsen auch die Hoffnungen auf die kommende Saison, in der St. Pauli sich wieder einmal im oberen Drittel der Tabelle festsetzen möchte. Ein erster wichtiger Knackpunkt sind dabei die Neuzugänge, die bislang eher spärlich verpflichtet wurden. Neben verschiedenen jungen Talenten ist der Stürmer Sami Allagui der einzig erfahrene Spieler, der sich für einen Wechsel entschieden hat. Sollte der Verein dazu gezwungen sein, stark auf seine jungen Talente zu setzen, bleibt das Abschneiden in der Gesamtheit noch ein Stück unberechenbarer.

Der neue Trainer im Blick

Weiterhin blicken viele Experten kritisch auf den Trainerwechsel, der sich in der Sommerpause vollzogen hat. Ewald Lienen entschloss sich dazu, zukünftig in die zweite Reihe zu treten und von dort aus anderen Kollegen den Vortritt zu lassen. Die Verantwortlichen entschieden sich in der Folge dazu, Olaf Janßen zum Cheftrainer für die kommende Saison zu ernennen. Noch steht die Frage offen, wie gut es dem neuen Coach gelingt, die Mannschaft geschlossen hinter sich zu versammeln. Schließlich ist es auch der besondere Teamgeist in der Mannschaft des FC St. Pauli, der in der Vergangenheit immer wieder große Erfolge möglich machte. Aller Voraussicht nach wird es den Hamburgern nicht gelingen, mit der individuellen Klasse der Aufstiegsaspiranten der kommenden Saison mitzuhalten. Doch aufgrund des jungen und heterogenen Kaders, auf den der Trainer Olaf Janßen schon jetzt zurückgreifen kann, wäre dem Club auch eine überraschend gute Saison durchaus zuzutrauen.

Bei beiden Hamburger Clubs stehen also vor der kommenden Saison große Umwälzungen an. So gut es bislang in der Theorie gelungen ist, die Kader zu verstärken, so unberechenbar bleibt das Abschneiden in der kommenden Saison.