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Tausende Reisende betroffen

Lage am Flughafen entspannt sich

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Lage am Flughafen entspannt sich

Trotz des Warnstreiks des Sicherheitspersonals entspannt sich die Lage am Hamburger Flughafen. Einige Sicherheitsschleusen sind geöffnet.

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Deutschlandweit streikt an zahlreichen Flughäfen das Sicherheitspersonals.

An den Flughäfen in Hamburg, Hannover und Bremen hat ein Warnstreik des Sicherheitspersonals am Dienstag zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Fluggäste mussten ihre Reisen zum Teil umplanen, da zahlreiche Flüge gestrichen wurden. In Hamburg begannen Mitarbeiter der Nachtschicht gegen Mitternacht mit dem Warnstreik, wie Peter Bremme von Verdi Hamburg sagte. Mit dem Beginn der Frühschicht traten rund 100 Sicherheitsbedienstete in den Ausstand. Im Laufe des Tages sollten nach seinen Angaben rund 90 Prozent der Mitarbeiter Teil der Aktion werden. "Insgesamt arbeiten hier in Hamburg über tausend Menschen in dem Bereich. Nicht alle davon sind aber natürlich heute da", sagte Bremme. "Die Aktion ist aber gut angelaufen und wir können damit ein Zeichen setzen."

Einige Sicherheitskontrollen sind geöffnet

Es wurden 92 Ankünfte und 110 Abflüge für den Dienstag gestrichen, wie eine Sprecherin des Hamburger Flughafens mitteilte. Das waren 202 der für den Dienstag angesetzten 357 Flüge. Die Sicherheitskontrollen waren zum Teil am Morgen aber zunächst geöffnet. "Im Moment ist das hier eine ruhige und entspannte Lage", sagte die Sprecherin weiter. Nach Lissabon, Zürich und Warschau konnten am Morgen Maschinen starten. Am Flughafen machte sich darüber hinaus nur eins bemerkbar: Leere. Die meisten Passagiere hatten sich offenbar bereits auf die gestrichenen Flüge eingestellt und umgeplant. Die Beteiligten des Warnstreiks warteten in einem Zelt auf dem Parkplatz vor dem Flughafen. Gegen Mittag soll eine Demonstration mit Kundgebung beginnen.

Bundesweit einheitliche Bezahlung gefordert

Ziel der Gewerkschaften ist es, mit dem bislang umfassendsten Arbeitskampf in der laufenden Tarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit 23.000 Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle eine einheitliche Bezahlung. Verdi verlangt brutto 20 Euro pro Stunde, der Deutsche Beamtenbund (DBB) fordert einen Stundenlohn von 19,50 Euro. Bislang sind die Stundenlöhne in der Branche regional sehr unterschiedlich geregelt.

Bundesweit hat die Gewerkschaft Verdi an acht Flughäfen zum Warnstreik aufgerufen. Darunter sind etwa die Flughafen-Drehkreuze Frankfurt am Main und München.

(dpa / ste)

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