HSV, Flagge

Nur der HSV

Wohin führt der Weg des Dinos?

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Wohin führt der Weg des Dinos?

Seit Jahren herrscht eine gewisse Unsicherheit bei der Frage nach der sportlichen Zukunft des HSV. Die vergangenen Spielzeiten haben deutlich gemacht, dass nicht mehr an die Erfolge der Vergangenheit angeknüpft werden kann.

HSV, Flagge

Mit einem 6-Punkte-Saisonstart hat der Hamburger SV die Saison optimal gestartet - ob sich dieses Jahr etwas Beständigkeit einstellt?

Doch welche Chancen bieten sich in der Saison 2017/18, in der von vielen Fans ein erneuter Weckruf wahrgenommen wurde?

Ein starker Saisonstart

Tatsächlich haben viele Fans ihren Augen nicht getraut, als sie den HSV nach dem zweiten Spieltag der Saison vorübergehend auf dem ersten Platz der Tabelle gesehen haben. Dem Team von Trainer Markus Gisdol war es gelungen, direkt mit zwei Siegen in die Saison zu starten und damit ein echtes Ausrufezeichen zu setzen. Wer beim richtigen Buchmacher eine Wette abgegeben hatte, die unter sportwettenanbieter.de verglichen werden, durfte sich über einen ansehnlichen Gewinn freuen. Denn die Quoten haben gezeigt, wie wenig dem Hamburger Sportverein tatsächlich zugetraut wurde. In der Praxis blieben die ganz großen Transfers erst einmal aus, die sich viele Fans im Vorfeld erhofft hatten. Neben jungen und talentierten Spielern, die wohl noch eine große Zukunft vor sich haben, sorgt vor allem die Verpflichtung von André Hahn für zusätzliche Erfahrung in der Mannschaft. Zumindest in den ersten Spielen ist diese als Kollektiv aufgetreten und hat dadurch zurecht die ersten sechs Saisonpunkte errungen.

Leichter wird's nicht

Bereits die vergangenen Jahre haben immer wieder deutlich gemacht, wie schnell ein Höhenflug des Vereins vorbei sein kann. Natürlich stehen auch dieses Jahr Gegner der Spitzenklasse im Spielplan, gegen die es sehr schwer werden wird, das eigene Spiel aufzuziehen. Hinzu kommt das Duell mit den erst aufgestiegenen Hannoveranern, welches stets von einer besonderen Spannung geprägt ist. In dieser kritischen Gemengelage kann der HSV seine erarbeitete Position schnell wieder verlieren, die besonders zu Beginn einer Saison sehr flüchtig ist. Die Fans sollten in dieser Phase der Spielzeit nicht den Fehler begehen, ihre Erwartungen nach oben zu schrauben. Kam in den vergangenen Jahren auch nur der flüchtige Gedanke an die Europa League auf, so war dies schnell das Ende aller Ambitionen und es stand der Kampf um den Klassenerhalt ins Haus.

Der flüchtige Erfolg

Ein Sinnbild für die Fragilität der ersten Erfolge dürfte auch das Tor von Nicolai Müller gewesen sein. Zunächst der gefeierte Held, verletzte sich der Hoffnungsträger der Fans noch beim stürmischen Jubel. Der Riss des Kreuzbands könnte schon fast das Saisonaus für den 29-Jährigen bedeuten, der wohl erst wieder im März des kommenden Jahres voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Schon in den vergangenen Jahren waren es immer wieder die Verletzungen, welche den Hoffnungen der Verantwortlichen ein Ende gesetzt haben. Zudem verfügt der 27 Mann starke Kader zwar über eine qualitativ hochwertig besetzte erste Elf, doch bereits der Blick auf die Reserve offenbart die eine oder andere Lücke. Man darf daher ebenfalls gespannt sein, welche Maßnahmen von den Verantwortlichen in Erwägung gezogen werden, um vielleicht in der Winterpause auf dem hoffentlich abgekühlten Transfermarkt die eine oder andere Verpflichtung in die Wege zu leiten, die dem Team gut tun könnte.

Hoffnung im Potenzial

Zugleich ist das Entwicklungspotenzial nicht zu verschweigen, welches sich in der Mannschaft von Trainer Markus Gisdol verbirgt. Mit einem durchschnittlichen Alter von nur 24,6 Jahren handelt es sich um eine der jüngsten Mannschaften der Bundesliga, die daher vor allem in den kommenden Jahren noch für die eine oder andere Überraschung sorgen könnte. Selbst viele neutrale Zuschauer der Bundesliga würden sich wünschen, dass der Dino wieder zurück zu alter Größe findet und damit ein Zeichen gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs setzt. Die ewigen Streitigkeiten des Investors Kühne, der dieses Image bereits ins Lächerliche zieht, sowie skandalöse Fehlinvestitionen in Spieler wie Lasogga machten jedoch deutlich, wie weit dieser Weg tatsächlich sein wird.