Mikroplastik

Gefahr für unsere Umwelt

Was ist Mikroplastik und wieso ist es so gefährlich?

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Was ist Mikroplastik und wieso ist es so gefährlich?

Sie sind in vielen Dingen enthalten, mit denen wir im Alltag zu tun haben: Mikroplastikteile. Und die sind, trotz ihrer Größe, ganz schön gefährlich für unsere Umwelt. 

Peeling, Beauty, Mikroplastik

Flaschen oder Tüten aus Plastik gehören mittlerweile leider zu den normalen Objekten, die man an vielen Stränden dieser Welt findet. Früher tummelten sich dort nur die Quallen, Krebse und Muscheln. Doch mittlerweile ist es nicht mehr nur das offensichtliche, große Plastik, das der Umwelt schadet. Denn gerade weil es so klein ist, fällt es gar keinem auf: Mikroplastik. Und das ist natürlich genauso schlecht für unsere Umwelt, wie Plastiktüten und Plastikflaschen. Das Tückische an Mikroplastik ist, dass man die kleinen Kunststoffteilchen die meiste Zeit gar nicht wahrnimmt. Denn sie befinden sich nicht nur in vielen Peelings, sondern sind auch in unserer Nahrung zu finden. Unser Hamburger Senator für Umwelt und Energie, Jens Kerstan, fordert nun genau deswegen ein Mikroplastikverbot für Hamburg. 

Wir nehmen täglich Mikroplastik zu uns

Jeder, oder mindestens jede Frau, kennt das Gefühl, das Gesicht hin und wieder richtig von dem Alltagsschmutz und dem ganzen Make-up quasi befreien zu müssen. Dafür benutzen viele Peelings. Nach der Benutzung fühlt sich das Gesicht immerhin wieder richtig frisch an. Doch, dass man sich da kleinste Kunststoffteilchen über das Gesichts schmiert, ist den meisten gar nicht bewusst. Nach dem Abwaschen solcher Peelings gelangt das Mikroplastik über das Waschbecken und die Rohre direkt in die Kläranlagen. Dort wird nur ein Teil der Kunststoffe herausgefiltert, der Rest gelangt in Meere und Flüsse. Dort werden sie von Umweltorganismen gefressen und gelangen unbemerkt in kleine Organismen, sowie Seehunde, Muscheln und Fische. Und somit letztendlich auch in uns, denn auch wir Menschen ernähren uns von Fisch und Muscheln.  

Apps und Liste geben Auskunft

Schwierig wird es daher bereits bei Beginn, denn die Kosmetik-Produkte sind nicht gekennzeichnet. Ob nun ein Produkt Mikroplastik enthält oder nicht, lässt sich alleine und mit dem bloßen Amateur-Auge nicht erkennen. Dafür gibt es allerdings einige Apps, die einem verraten, ob das Produkt, das wir kaufen wollen oder bereits gekauft haben, von Mikroplastik belagert ist. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat außerdem eine Liste veröffentlicht, auf der diverse Produkte, in denen Mikroplastik enthalten ist, aufgeführt sind. 

Apps, um Mikroplastik zu erkennen: 

Code Check

Beat The Microbead

In anderen Ländern bereits verboten 

In anderen Ländern ist der Gebrauch von Mikroplastik bei der Herstellung von Peelings, Shampoo und Cremes mittlerweile verboten. Dazu zählen die USA, Kanada und Großbritannien. In Deutschland sind in den Kosmetikprodukten weiterhin kleinste Kunststoffe enthalten. In Shampoo legt sich durch den Stoff Polyquaternium-7 ein Plastikfilm um die Haare, wodurch das Ziepen verhindert wird. Bei Peelings sorgt das Mikroplastik für einen gewissen Schleifeffekt und Cremes mit dem Stoff Acrylates Crosspolymer verleihen der Haut ein geschmeidiges Gefühl - durch Gift. 

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