Neue U5-Haltestelle in Steilshoop

U5 im Osten nimmt Gestalt an

Quietschgelb & sicher: So sieht die U5-Haltestelle Steilshoop aus

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Noch dauert es einige Jahre bevor auf dem ersten Bauabschnitt der U5 im Osten Hamburgs die Bagger und Tunnelbohrmaschinen anrollen werden, die Planungen für Hamburgs neue U-Bahn laufen jedoch im Hintergrund bereits auf vollen Touren. Erste Entwurfsplanungen für die neuen U-Bahnstationen gab es bereits, am Dienstag (24.04.) haben Stadt und HOCHBAHN die erste fertig entworfene U5-Haltestelle Steilshoop präsentiert, die unterhalb der Gründgensstraße liegen wird. 

Hamburger Architekturbüro gewinnt Wettbewerb

Die Architekturwettbewerb für die neue Haltestelle konnte dabei das Hamburger Büro "Trapez Architektur" gewinnen. Dabei überzeugte das Konzept die Planer vor allem durch das doch sehr eigenwillige Farbkonzept und großzügige Gestaltung der Räume. Laut der Architekten nimmt "der Siegerentwurf unter anderem das charakteristische Bild der Großwohnanlage für rund 20.000 Hamburger gekonnt auf und entwickelt es weiter zu einem Vogelmotiv, das in der Gestaltung der Haltestellendecken wieder auftaucht." Mit dem Entwurf verbinde man eine hohe Nutzerfreundlichkeit und Komfort mit den wirtschaftlichen Anforderungen an eine U-Bahn-Haltestelle.

Bauarbeiten ab 2021

Den Streckenverlauf für die U5 Ost haben die Verantwortlichen Ende 2017 festgelegt. Klar ist seitdemm, dass die knapp 6 Kilometer lange Strecke der U5 im östlichen Teil über die fünf Haltestellen Bramfeld, Steilshoop, Fuhlsbüttler Straße/Nordheimstraße, Sengelmannstraße und City Nord führen wird. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Haltestelle Steilshoop wurde entschieden, einen gesonderten Architekturwettbewerb durchzuführen. Für die restlichen Haltestellen gibt es bereits ein grobes Designkonzept. Die aktuell laufende Entwurfsplanung für die U5 Ost soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Anfang 2019 könnten dann die Planfeststellungsunterlagen eingereicht werden. Sollte der Planfeststellungsbeschluss bis Mitte 2020 vorliegen, könnte der Bau Ende 2021 starten.

Über 100.000 Hamburger erhalten Schnellbahnanschluss

Neben den neuen Haltestellen wird in Zukunft an der U1 Haltestelle Sengelmannstraße ein Umstieg zur U1 am selben Bahngleis möglich sein. Dadurch erhalten rund 130.000 Hamburger erstmals Anschluss an das U- und S-Bahnnetz, das für die östlichen Stadtteil bisher nur durch eine lange Busfahrt erreichbar war. Gleichzeitig werden wichtige Arbeitsplatzstandorte, wie zum Beispiel die City Nord mit rund 300 Unternehmen und etwa 30.000 Arbeitsplätzen, und Einkaufsschwerpunkte, wie das Eeinkaufszentrum Steilshoop, die Bramfelder Chaussee und der Bereich Fuhlsbüttler Straße, angeschlossen. Am Ende komme das U-Bahn-Projekt aber allen in der Stadt zugute, so Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: "Mit jedem Verkehrsteilnehmer, der die U-Bahn nutzt, wird der Straßenraum entlastet, so dass mehr Raum für den Rad-, Bus- und PKW-Verkehr zur Verfügung steht.“

U5 vollautomatisch unterwegs

Als erste U-Bahn soll die U5 in Hamburg vollkommen automatisch auf den Gleisen unterwegs sein. Aus Sicherheitsgründen werden dazu Bahnsteigtüren das Gleis vom Wartebereich abtrennen. Gleichzeitig können so deutlich mehr Bahnen als bisher auf vergleichbaren Strecken fahren. In Zukunft wird dadurch ein 90-Sekunden-Takt für die U5 möglich. HOCHBAHN-Chef Henrik Falk betont deshalb: "Die U5 wird die Mobilität in unserer Stadt nachhaltig ändern: In engster Taktfolge und mit einem innovativen Komfortangebot und höchster Zuverlässigkeit werden wir den Kunden überzeugen, seinen Pkw stehen zu lassen und damit sich selbst und der Lebensqualität in unserer Stadt einen großen Gefallen zu tun."

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