Baucontainer zweckentfremdet

Dafür können sie noch genutzt werden

Container ist nicht gleich Container. Wie du einen solchen für private oder andere Zwecke umgestalten kannst, erklären wir dir hier.

© unsplash.com, Hithesh S
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Container, die kennst du meistens aus dem Fernsehen, wenn sie von Schiffen verladen werden oder auch als zeitweises Gebäude auf einer Baustelle. Dort fungieren sie dann beispielsweise als Büro, als Toilette, als Lager oder als Pausenraum. Du siehst schon: der Einsatz auf der Baustelle ist schon ziemlich vielseitig. Allerdings geht es noch vielseitiger, denn du kannst so einen Container auch für private oder andere Zwecke nutzen. Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten du hast und was du dabei alles so beachten solltest. Vielleicht steht ja demnächst dann auch ein kleines Containerbauprojekt bei dir an.

Woher bekommst du einen Container?

Es ist die erste Frage, die du dir bei deinem Umbauprojekt stellen musst: Woher bekomme ich eigentlich einen Container. Zum Glück lässt sich die Frage sehr leicht beantworten: In Hamburg gibt es direkt in der Nähe des Hafens Anbieter, die dir deinen Container sogar anliefern.

Für einen neuen 20-Fuß-Container solltest du etwa zwischen 2.500 und 4.000 Euro rechnen, zuzüglich Lieferung. Wenn du kein neues Modell willst, kannst du dich auch online nach gebrauchten Containern umschauen. Allerdings solltest du hier vorsichtig sein, denn bei vermeintlichen Schnäppchen zahlst du möglicherweise beim Umbau drauf.

Voraussetzungen, die der Container erfüllen sollte

Bevor du dich jedoch für einen Container entscheidest, solltest du zunächst überprüfen, ob er gewissen Voraussetzungen erfüllt, die für einen Umbau notwendig sind. Alte ausgemusterte Container können hier sogar von Nachteil sein. Das Material hat unter Umständen schon eine Menge mitgemacht und das bildet nicht unbedingt den besten Ausgangszustand. Beispielsweise kann der Rahmen verzogen oder das Stahlblech der Wände verbeult sein. Besser sind also Container, die neu oder zumindest neuwertig angeboten werden.

Das gilt es grundsätzlich zu beachten

Wenn du auf der Suche nach einem geeigneten Container bist, achte auf wasserdichte Seetransportboxen aus Cortenstahl. Sie sind sehr belastbar und können bei voller Gewichtausladung bis zu achtmal gestapelt werden. Werden Teile aus den Wänden entfernt, kann sich das jedoch auf die Statik auswirken. Das solltest du bereits im Vorfeld bedenken.

Beim Umbau sollte besonders Wert auf die Dämmung und Belüftung gelegt werden. Wenn beispielsweise ein Wohnhaus daraus entstehen soll, muss selbst bei Quadratmeterflächen unter 50 Quadratmetern die aktuelle Energiesparverordnung eingehalten werden. In vielen Fällen ist zudem eine Baugenehmigung erforderlich. Du solltest dich also im Vorfeld bei den entsprechenden Behörden schlau machen.

Eine Menge Möglichkeiten

Wenn du dich für einen Container für dein Projekt entschieden hast, kannst du endlich loslegen. Vor allem stabile Seecontainer sind sehr vielseitig in ihrer möglichen Verwendung. Wir haben nachfolgend einige der beliebtesten Umbaumöglichkeiten für dich zusammengefasst.

Im Container wohnen

Tiny Häuser sind momentan in aller Munde. Dabei handelt es sich um kleinste Wohnräume, die dennoch alles Nötige zum Leben bieten. Dass einer oder gleich mehrere solcher Container zu solchen kleinen Häusern umgebaut werden, ist mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Neben einer guten Dämmung und eine Belüftung brauchst du vor allem einen detaillierten Grundriss. Dabei planst du die Aufteilung der Räume sowie der Küche und der sanitären Anlagen. Wenn der Grundriss einmal steht, ist der Umbau im Prinzip schnell gemacht. Im Vorfeld solltest du dich um Baugenehmigungen, ein geeignetes Grundstück sowie alle notwendigen Anschlüsse kümmern. So kommst du günstig an eine bezahlbare Immobilie.

Gartenhaus aus einem Container bauen

Für den Container als Gartenhaus gelten im Prinzip die gleichen Anforderungen wie für das Tiny House. Auch hier sind bestimmte Genehmigungen erforderlich und einige Vorrausetzungen müssen erfüllt werden. Bei dem Umbau sollte ebenfalls auf eine gute Dämmung und Belüftung geachtet werden.

Pool für den Garten

Es lässt sich jedoch nicht nur wohnen im umgebauten Container, sondern auch baden. Der Umbau eines Containers in einen Pool ist gar nicht so schwierig. Zunächst muss die Oberseite des Containers abgenommen werden. Es werden eine Treppe oder eine Leiter, Spezialfolien, Filter und Messgeräte verbaut, um den Pool richtig funktional zu machen.

Am besten eignet sich hier für ein langer 20-Fuß-Container. Wenn du dich hierfür entscheidest und einen solchen Pool in deinem Garten anlegen willst, solltest du wissen, dass sich der Container nicht im Boden versenken lässt.

Container als Bar oder Imbiss

Du kannst einen Container aber auch für kommerzielle Zwecke verwenden und ihn zu einer Bar oder einem Imbiss umfunktionieren. Lädst du die Container-Gastro hinten auf einen LKW auf, bist du mobil wie bei einem Food-Truck. Der Umbau selbst ist dabei deutlich weniger kompliziert als bei den vorherigen Verwendungsmöglichkeiten. So machst du aus einem Container eine hippe Gastro-Location, die aber auch in deinem Garten bestimmt eine gute Figur machen würde.

Weitere Möglichkeiten

Umfunktionierte Container können auch zur portablen Bühne oder zur Eventlocation umfunktioniert werden. Sie bieten dann eine tolle Industrial-Atmosphäre. In Unternehmen und anderen Bereichen sind Container schon längst angekommen und bieten Ergänzungen zu Büroräumen.

Fazit

Du siehst, Container dienen nicht nur dazu Waren mit Schiffen zu transportieren. Umgebaut und umfunktioniert können sie eine Vielzahl an Möglichkeiten bieten, um beispielsweise den Garten aufzuwerten oder sogar, um darin zu wohnen.

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