13. August 2020 – Sebastian Tegtmeyer

Gesundheitswesen

Die Bedeutung des Krankenversicherungsschutzes wächst

Das Gesundheitswesen, die Pflege- und Krankenversicherung sind Themen, über die in Deutschland derzeit oft diskutiert wird.

Foto: Shutterstock
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Aufgrund des demografischen Wandels sind nach Einschätzung von Experten Umstrukturierungen in diesen Bereichen notwendig. Bedingt durch den medizinisch-technischen Fortschritt sollen die Gesundheitskosten weiter steigen, sodass auch Versicherte vor gewissen Herausforderungen stehen.

Versicherungsschutz entspricht oft nicht dem realen Bedarf

In der Bundesrepublik wird zwischen gesetzlichen (GKV) und privaten Krankenversicherungen (PKV) unterschieden. Beide Versicherungsformen existieren nebeneinander und sollen sich im Idealfall ergänzen. Darüber hinaus sind beide Systeme durch bestimmte Merkmale gekennzeichnet. Während sich private Krankenversicherungen mit höherwertigen Leistungen an Versicherte mit höheren Ansprüchen richten, können Familien durch die Möglichkeit einer kostenlosen Mitversicherung ihrer Kinder von der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren. Die Finanzierung gesetzlicher Krankenkassen wurde vor einigen Jahren mit der Schaffung eines Gesundheitsfonds neu organisiert. Dennoch ist der Krankenversicherungsschutz für viele Versicherte nicht optimal, sodass Nachbesserungen als notwendig erachtet werden. Wenn es zu Problemen mit der Krankenkasse kommt, liegt dies häufig daran, dass Leistungen abgelehnt oder Krankengelder nicht übernommen werden.

Bei manchen Tarifmodellen besteht Nachbesserungsbedarf, da diese nicht den Ansprüchen der Versicherten entsprechen. Gewaltige Probleme im Gesundheitswesen gibt es in vielen Bereichen. Medienberichten zufolge stellt der Erhalt einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung bei gleichzeitig sozial tragbaren Beitragssätzen viele Versicherer vor große Herausforderungen. Die Versicherten sind deshalb gezwungen, sich um ihren Versicherungsschutz selbst zu kümmern. Es empfiehlt sich deshalb, über eine mittel- bis langfristige Absicherung gegen Krankheiten nachzudenken und den vorhandenen Versicherungsschutz einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Im Versicherungswesen wird mehr Transparenz notwendig sein, um das Leistungsgeschehen effizienter zu gestalten. Qualitätsvergleiche von Leistungserbringern sollen dazu beitragen, einen objektiven Überblick über den Versicherungsstatus zu erhalten. Mehr Transparenz und Informationen im Zusammenhang mit Krankenversicherungen können dabei helfen, individuelle Versicherungsmodelle zu finden. Es ist deshalb empfehlenswert, selbst nach Möglichkeiten zu suchen, um sich gegen Krankheiten ausreichend abzusichern. Günstige Versicherungsmodelle im gesetzlichen und privaten Versicherungsbereich finden sich zum Beispiel auf guenstige-krankenversicherung.de. Dabei geht es auch darum, eigene finanzielle Mittel einzusparen und im Krankheitsfall von einer zeitgemäßen, effizienten Betreuung zu profitieren.

Persönliche Absicherung muss alle Risiken abdecken

Die Krankenversicherung ist ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Absicherung. Als Basis für die Inanspruchnahme ärztlicher Versorgung sowie notwendiger medizinischer Eingriffe trägt die gesetzliche Krankenversicherung eine gewisse Verantwortung. Die private Krankenversicherung besitzt für gesetzlich Versicherte eine Zusatzfunktion, indem eine zusätzliche Absicherung, die dem persönlichen Bedarf entspricht, ermöglicht wird. Privatversicherte haben die Möglichkeit, die Versicherungsleistungen ihren Ansprüchen entsprechend festzulegen und dadurch eine bessere medizinische Versorgung zu erhalten. Für einige Berufsgruppen werden von Privatversicherern auch berufs­spezifische Tarife angeboten, sodass Angehörige dieser beruflichen Gruppen die Möglichkeit besitzen, sich gegenüber berufsbedingten Risiken und Krankheiten abzusichern. Bei Wartezeiten und Termin­vergabe werden Privatpatienten oft bevorzugt, auch wenn dies in der Öffentlichkeit anders dargestellt wird. In der Regel erhalten Privatversicherte auch schneller Zugang zu neuen Behandlungsmethoden, während alternative Verfahren von gesetzlichen Krankenkassen kaum noch übernommen werden. Allerdings besteht im Rahmen der Leistungsgarantie ein Anspruch darauf, dass vertraglich zugesicherte Leistungen nicht gekürzt werden können.

Ein Aufenthalt im Krankenhaus zählt oft zu den schwierigen Lebensphasen. Ob Kranke in einem Einzelzimmer in Ruhe genesen oder sich mit Mitpatienten ein Mehrbettzimmer teilen müssen, hängt vom jeweiligen Versicherungsschutz ab. Die freie Klinik- und Arztwahl ist meist nur bei privaten Versicherungsmodellen möglich. Bei manchen Krankenversicherern kann mit einer Beitrags­rückerstattung gerechnet werden, falls innerhalb eines Versicherungsjahres keine Leistungen genutzt werden. Da es sich bei den zurückgezahlten Monatsbeiträgen durchaus um gewisse Summen handeln kann, sollten sich Verbraucher über die Bestimmungen ihrer Krankenversicherung informieren. Die gesetzliche Krankenversicherung bietet als Basisversicherung zur Gesundheitsvorsorge grundsätzlich sowohl Vorteile als auch Nachteile. In der Praxis kann eine Grundversicherung jedoch nicht immer alle Risiken abdecken. Um eine Unter- oder Fehlversicherung zu vermeiden, sollte bereits der Versicherungsschutz von Kleinkindern überprüft und bei Bedarf ergänzt werden. Auch Verbraucher mit geringem Einkommen sollten die Möglichkeit nutzen, ihren Krankenversicherungsschutz rechtzeitig zu strukturieren, damit im Krankheitsfall keine Nachteile entstehen. Hohe Arztrechnungen und Zuzahlungen können schnell zu finanziellen Engpässen führen. Der Versicherungsschutz sollte deshalb in jedem Fall dem eigenen Bedarf entsprechen. Da die gesetzlichen Krankenversicherungen nach dem Solidaritätsprinzip handeln, stehen jedem Versicherten prinzipiell die gleichen Leistungen zu. Falls aus gesundheitlichen Gründen jedoch eine bessere medizinische Versorgung oder die Behandlung mit alternativen Heilmethoden sinnvoll erscheinen, erweist sich der gesetzlich garantierte Versicherungsschutz oft als unzureichend.

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