Wie Betroffenen der Schritt gelingt

Raus aus der Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit kann jeden treffen und es gibt daher keinen Grund, sich dafür zu schämen. Trotzdem müssen sich Arbeitslose – allen voran Langzeitarbeitslose – immer wieder demotivierende Aussagen von anderen Menschen anhören, was auf Dauer ziemlich frustrierend sein kann.

Foto: Bundesagentur für Arbeit
Foto: Bundesagentur für Arbeit

Generell schlägt längere Arbeitslosigkeit auf die Psyche. Zumal staatliche Hilfen eine große Unterstützung sind, aber oftmals nicht ausreichen, um ein lebenswertes Dasein zu führen. Doch es gibt keinen Grund, sich der Situation einfach hinzugeben. Arbeitslosigkeit ist ein Problem, das sich zumindest in einem Industrieland wie Deutschland lösen lässt. Die aktuelle Situation ist diesbezüglich zwar nicht optimal, aber es gibt Wege und welche das sind, möchten wir näher ausführen.

Digitalisierung der Arbeitswelt eröffnet Chancen

Es ist kein Geheimnis, dass die Digitalisierung die Arbeitswelt in Deutschland verändert und auch die Hansestadt Hamburg ist nicht davon ausgenommen. Logischerweise steht jedoch nicht jeder der digitalen Transformation positiv gegenüber. Schließlich gibt es auch einige Menschen, die genau deswegen überhaupt erst arbeitslos geworden sind. Trotzdem eröffnet die Digitalisierung der Arbeitswelt auch Chancen, da die Weiten des Internets es einfacher machen, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Egal ob Arbeitslose nach Jobs in Hamburg, Stellen in Köln oder Angeboten in anderen Städten suchen – es gibt Möglichkeiten. Unter anderem die Nutzung von Jobbörsen ist zu empfehlen, da gerade die größeren eine Vielzahl von Stellen zur Auswahl haben und Arbeitsuchende im Gegensatz zu Arbeitgebern meist nichts bezahlen müssen, um das Angebot besagter Stellenbörsen zu nutzen. Zudem besteht in der Regel die Möglichkeit, sich direkt online zu bewerben und das oftmals noch viel schneller als es bei einer regulären Bewerbung. Bewerbungen sollten dabei trotzdem so professionell wie möglich sein. Ein durchdachtes und individualisiertes Anschreiben sowie ein guter Lebenslauf spielen auch bei der Jobsuche im Internet eine Rolle.

Neben Jobbörsen gibt es noch weitere Optionen, die für Arbeitslose interessant sein können. Gegebenenfalls bietet es sich auch an, eine Anzeige bei einem Anzeigenportal zu schalten, wobei das oftmals mit einer Gebühr verbunden ist. Die anfallenden Kosten sind jedoch in der Regel nicht hoch und die Investition kann sich lohnen. Eine weitere Chance eröffnet sich durch die sozialen Medien. Tatsächlich können sogar Gruppen auf Facebook eine gute Möglichkeit sein, um an eine Arbeitsstelle zu kommen. Soziale Netzwerke wie LinkedIn sind jedoch eine bessere Option, da sich hier die Aktivität auf die Chancen bei der Stellensuche auswirkt. Arbeitslose können die Profile von potenziellen Arbeitgebern durchforsten und diese direkt anschreiben. Sofern sie das mehrmals am Tag tun, stehen die Chancen relativ gut, an eine Arbeitsstelle zu kommen. Vorausgesetzt natürlich, dass Wert auf die Gestaltung des Profils gelegt wurde. Zudem haben Arbeitgeber die Möglichkeit, gezielt nach Mitarbeitern für ihr Unternehmen zu suchen. Mit etwas Glück eröffnet sich also eine Arbeitsstelle, ohne aktiv danach gesucht zu haben.

Praktika wirken sich positiv auf den Lebenslauf aus

Die meisten Arbeitslosen dürften nicht im Sinn haben, Praktika zu absolvieren, um dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Zugegebenermaßen werden Praktika in der Regel nicht allzu gut (wenn überhaupt) bezahlt, was etwas demotivierend sein kann. Allerdings haben Arbeitslose ohnehin Zeit und Praktika sind eine gute Option, um mehr Berufserfahrung zu sammeln und seinen Lebenslauf aufzuwerten. Praktika können beispielsweise dabei helfen, Lücken im Lebenslauf aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden. Zudem sind sie ein Zeichen, das von vielen Arbeitgebern positiv aufgefasst wird. Schließlich zeigen Praktika, dass Interesse an einer Arbeit besteht, was die Chancen auf eine Anstellung erhöhen kann. Ganz zu schweigen davon, dass Arbeitslose nach absolviertem Praktikum womöglich vom jeweiligen Arbeitgeber übernommen werden. Übrigens bieten wir auch Praktika in unserer Redaktion an und sollten die nötigen Qualifikationen vorliegen, sind wir auch Langzeitarbeitslosen gegenüber offen.

Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit ist wichtig

Eines der Hautprobleme bei Arbeitslosigkeit ist, dass sich diese sowohl auf die physische als auch psychische Gesundheit auswirken kann. Gerade Personen, die längere Zeit von Arbeitslosigkeit betroffen sind, fallen in gewisser Weise in ein Loch. Sie haben kaum noch Energie, um sich aktiv um die Jobsuche zu bemühen und kommen dadurch in einen Teufelskreis. Arbeitslose sollten sich daher um die Erhaltung ihrer Gesundheit bemühen. Andernfalls ist es schwer, potenzielle Arbeitgeber bei einem Vorstellungsgespräch zu überzeugen, denn es gilt gängige Klischees zu widerlegen. Viele Unternehmen sind schließlich der Ansicht, dass Arbeitslose faul und nicht belastbar sind. Die coronabedingte Entwicklung des Arbeitsmarkts hat hieran leider nicht viel geändert. Arbeitslose sollten also alles daran legen, potenzielle Arbeitnehmer vom Gegenteil zu überzeugen.

Ehrenamtliches Engagement steigert die Erfolgsaussichten

Mit ehrenamtlichen Tätigkeiten verhält es sich ähnlich wie mit Praktika. Arbeitslose können dadurch signalisieren, dass sie gerne mit Menschen zusammenarbeiten, Verantwortung übernehmen können und aktiv etwas für die Gesellschaft tun möchten. Das alles kann dazu beitragen, dass Arbeitgeber ein positives Bild über den Arbeitslosen bekommen. Ehrenamtliches Engagement als Arbeitsloser ist nämlich ein Zeichen dafür, dass es nicht an Durchhaltevermögen mangelt und das wiederum ist eine Eigenschaft, die von vielen Arbeitgebern geschätzt wird. Zudem mangelt es in Deutschland nicht an Möglichkeiten, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Einige Beispiele wären die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas und das Deutsche Rote Kreuz.

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