08. Juli 2021 – Sebastian Tegtmeyer

Streit um Vormundschaft

Anwalt von Britney Spears tritt ab

Im Gerichtsstreit um die Vormundschaft der Pop-Ikone aus den 90er Jahren gibt es eine neue Wendung. Außerdem meldet sich eine prominente Unterstützerin von Britney Spears zu Wort.

Foto: Featureflash Photo Agency / Shutterstock.com
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Der langjährige Anwalt von Britney Spears, der die US-Sängerin in ihrem Vormundschaftsstreit vertritt, will von dieser Aufgabe zurücktreten. Sam Ingham und eine Anwaltskanzlei in Los Angeles haben am Dienstag einen entsprechenden Antrag vor Gericht eingereicht, wie US-Medien unter Berufung auf entsprechende Gerichtsdokumente berichteten. Demnach will Ingham von seinen Aufgaben entbunden werden, sobald das Gericht einen neuen Anwalt bestellt hat.

Auch Manager tritt zurück

Einen Tag zuvor hatte der jahrelange Manager von Britney Spears gekündigt. Larry Rudolph, der seit Mitte der 90er Jahre für die Sängerin arbeitete, gab an, dass er schon seit über zwei Jahren nicht mehr mit Spears gesprochen habe. Seine Dienste würden nicht mehr benötigt.

Seit 2008 An der Seite von Britney Spears

Seit 2008 ist der Jurist Ingham an der Seite von Britney Spears, nachdem sie wegen beruflicher und privater Probleme psychisch zusammengebrochen war und ein Gericht damals ihrem Vater die Vormundschaft übertrug. Seither verwaltete James Spears das Vermögen und andere Anliegen seiner berühmten Tochter. 2019 trat er aus gesundheitlichen Gründen kürzer und verwaltet nur noch das Vermögen seiner Tochter. Für deren persönliche Belange, darunter auch medizinische Entscheidungen, setzte ein Gericht einen weiteren Vormund ein. 2020 kam ein Finanztreuhänder dazu.

Sängerin kämpft vor Gericht um ihre Freiheit

Zuletzt hatte sich der Streit um die Vormundschaft über Spears' Finanzen und ihre persönliche Freiheit zugespitzt. Die 39-Jährige hatte im Juni in einer emotionalen Gerichtsanhörung ein Ende der Vormundschaft gefordert. Spears erklärte, sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen. Sie sagte auch, sie wolle ihren eigenen Anwalt wählen.

Doku "Framing Britney Spears"

Der Fall von Spears hatte durch die Dokumentation "Framing Britney Spears" im Frühjahr viel Aufmerksamkeit erhalten und heftige Diskussionen vor allem in den sozialen Netzwerken entfacht. Die Doku fragt unter anderem, ob jemand gleichzeitig ein weltweiter Superstar und eine kaum zurechnungsfähige Person sein könne, die unter Kontrolle gestellt gehört. Viele Prominente und Fans bekundeten unter dem Hashtag "#FreeBritney" daraufhin ihre Unterstützung für die Sängerin.

Zahlreiche prominente Unterstützer

Auch nach der Anhörung vor Gericht hatten viele Prominente ihre Unterstützung ausgesprochen, darunter die Sängerinnen Mariah Carey, Christina Aguilera und Courtney Love. Zuletzt sprang auch Tesla-Milliardär Elon Musk auf und twitterte "Free Britney", was seine Freundin, die Sängerin Grimes mit einem "Danke Dir" quittierte. Auch die Rapperin Iggy Azalea hatte sich auf Twitter zu Wort gemeldet. Zu Spears Auftritt vor Gericht schrieb Azalea: "Sie übertreibt oder lügt nicht." Sie selbst habe das kontrollierende Verhalten des Vaters gegenüber seiner Tochter erlebt, als sie 2015 mit Spears gearbeitet habe. In einem Interview mit dem Promi-Portal "People" äußerte sich Azalea zu ihrem Statement. "Ich habe vorher nie etwas gesagt, weil ich ihre Privatsphäre respektieren wollte. Aber nachdem sie gesprochen hatte, dachte ich, wenn ich in ihren Schuhen stecke würde, würde ich mir wünschen, dass meine Freunde mir den Rücken stärken", sagte die 31-Jährige. Über Britney selbst sagte sie: "Ich kenne sie und liebe sie. Sie ist eine solche Ikone und Inspiration und war so nett zu mir." Sie würde alles tun, um ihr zu helfen.

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