12. April 2023 – Zoe Groening (deaktiviert 16.07.24)
Die Schulen in Hamburg stehen vor einem großen Problem: Immer mehr Lehrer werden in den kommenden Jahren in Rente gehen und es gibt zu wenig Nachwuchs. Für Quereinsteiger soll es jetzt weitere Öffnungen geben und auch der Beruf an sich soll attraktiver werden.
Hamburg braucht wegen vieler Pensionierungen und wachsender Schülerzahlen in Zukunft jährlich mindestens 900 neue Lehrkräfte. Das sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Mittwoch (13.04) in der Hansestadt. Deshalb seien zusätzliche Maßnahmen geplant. Die Zahl der Ausbildungsplätze im Vorbereitungsdienst werde weiter von ursprünglich 810 auf nun 12.15 bis auf 1.350 Plätze im Jahr 2024 erhöht.
Wie möchte man gegen den Lehrermangel vorgehen?
Eine stärke Öffnung für Quereinsteiger sei geplant. Verbessert werden sollen auch die Möglichkeiten, dass Lehrkräfte nach ihrer Pensionierung weiterhin Unterricht geben können. Die Schulbehörde will den Beruf zudem attraktiver machen - dazu zählen auch zusätzliche Angebote zur Gesundheitsförderung. Lehrkräfte bekommen in Hamburg den Angaben zufolge künftig mindestens die Besoldungsstufe A13.
Gibt es jetzt schon einen Lehrermangel in Hamburg?
"Aufgrund unserer vorausschauenden Einstellungspolitik konnten wir einen dramatischen Lehrermangel wie in anderen Bundesländern bisher vermeiden", sagte Rabe im Rückblick auf die vergangenen Jahre. Die Linke monierte am Mittwoch (12.04), dass auch in Hamburg bereits Lehrer fehlen. Das gehe aus einer Anfrage der Fraktion an den Senat hervor. Demnach seien stadtweit 268,09 Vollzeitstellen unbesetzt, die meisten davon (157,56) an Stadtteilschulen.
(Quelle: dpa/lno)