11. September 2020 – Sebastian Tegtmeyer

Statement gegen Gerüchte

Brian May zerstört Hoffnungen auf "Bohemian Rhapsody"-Fortsetzung

Immer wieder schwirren Gerüchte herum, dass es eine Fortsetzung zu "Bohemian Rhapsody" geben könnte. Queen-Gitarrist Brian May stellt jetzt aber klar: Das wird es nicht geben.

Foto: Shutterstock
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Eigentlich ist das Ende von "Bohemian Rhapsody" ziemlich klar, soll hier aber natürlich nicht verraten werden. Es sei nur so viel gesagt - sonderlich viel Raum für eine Fortsetzung lässt das Ende nicht. Nichtsdestotrotz kursieren immer wieder Gerüchte, dass es doch ein Sequel geben soll. Queen-Gitarrist Brian May hat sich nun über eine mögliche Fortsetzung des Freddy Mercury Biopics geäußert.

Keine Fortsetzung geplant

Da der Film 2018 zum Mega-Erfolg wurde, Oscars abstaubte und auch Queen wieder nach ganz oben in die Charts gespült hat, könnte man natürlich meinen, dass man jetzt versuchen würde die Geld-Kuh weiter zu melken. Doch laut Brian May würde derzeit nicht an einer Fortsetzung gearbeitet und es würde mit seiner Unterstützung und Zusammenarbeit auch keine geben. Es habe aber Überlegungen für einen solchen Film gegeben. Dem Musikmagazin "Rolling Stone" sagte er: "Wir haben darüber geredet. Im Grunde glauben wir aber, dass es nicht dazu kommen wird. Die Dinge könnten sich ändern, nehme ich an, aber ich denke, es wäre schwierig."

Klares Dementi sieht anders aus

Wenn man ganz ehrlich ist, doch eine ziemlich schwammige Aussage, die wiederum Raum zur Spekulation lässt. Sollte es also einen Film geben, dann würde dieser im Großen und Ganzen wohl die letzten Jahren von Freddy Mercury mit seiner AIDS-Diagnose behandeln. Doch auch dazu hat May eine klare Meinung: "Ich glaube nicht, dass das eine unglaublich aufbauende Geschichte wäre. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, weil es trotz allem eine großartige Geschichte ist, aber wir glauben nicht, dass dies die Geschichte ist, die wir im Moment erzählen wollen".

Neue Geschichten rund um Freddy Mercury?

Aber könnten dann nicht andere Teile aus dem Leben des Frontsängers und der Band beleuchtet werden, die in "Bohemian Rhapsody" keinen Platz gefunden haben? Brian May erteilt auch dieser Idee im Interview eine klare Absage: "Es gibt eine Million Dinge in unserer Karriere, die man nicht in dem Film zeigen konnte. Der Film musste letztendlich so vereinfacht werden, um ihn für das Publikum anschaubar zu machen. Aber wir glauben nicht wirklich, dass es da noch Potenzial für einen weiteren Film gibt. Ich denke, wir sollten woanders suchen. Es gab zwar andere Ideen, die wir hatten, aber ich glaube nicht, dass es eine Fortsetzung geben wird. Aber wir haben es zumindest ziemlich ernsthaft in Erwägung gezogen." Aber wer weiß, vielleicht findet sich am Ende doch noch eine Geschichte, die aus dem Queen-Universum erzählt werden könnte. So ganz abgeneigt wirkt die Band jetzt doch auch wieder nicht...

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