Die neue Audio-App

Clubhouse - die App zum Mitreden

Seit Kurzem macht Clubhouse von sich reden. Aktuell lässt sich die Audio-App ausschließlich von iPhone Besitzern nutzen, eine Android-Version soll erst noch erscheinen. Woher kommt der Hype um dieses neue Format und was genau verbirgt sich dahinter? Wir haben uns umgehört.

Photo by William Krause on Unsplash
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Auf fast jedem Smartphone tummeln sich ungenutzte Apps. Neben Messenger, Social Media, Wetter und Gaming finden immer mehr Podcast-Anbieter ihren Platz auf dem Homescreen – Hamburg-zwei ist mit gleich zwei Podcasts das beste Beispiel. Songs, News und Unterhaltungen im Audio-Format werden immer beliebter. Seit Kurzem macht Clubhouse von sich reden. Aktuell lässt sich die Audio-App ausschließlich von iPhone Besitzern nutzen, eine Android-Version soll erst noch erscheinen. Woher kommt der Hype um dieses neue Format und was genau verbirgt sich dahinter? Wir haben uns umgehört.

Wenn ihr euch für Clubhouse interessiert, müsst ihr gleich zwei Hürden bewältigen. Zum einen solltet ihr ein iPhone besitzen – ohne geht es aktuell nicht. Der nächste Schritt dürfte je nach Freundeskreis noch schwieriger zu bewältigen sein: Zugang zur App erhaltet ihr ausschließlich mit einer Einladung. Jeder User darf zunächst zwei weitere Teilnehmer einladen, ein außergewöhnlich elitäres Prinzip, das mitverantwortlich ist für die Begehrlichkeit von Clubhouse. Denn wer möchte nicht wissen, wie es dort zugeht? Frei nach dem Marketing-Prinzip FOMO – Fear of missing out, also der Angst etwas zu verpassen, sind zahlreiche Interessenten auf der Suche nach jemandem, der ihm oder ihr die begehrte Einladung schickt. Seid ihr erst einmal drin, dürft ihr euch in jede beliebige Gesprächsrunde einklinken. Gleich nachdem ihr euch registriert habt, gebt ihr eure Interessen an und Clubhouse schlägt euch passende Talks vor. Von Businessgruppen bis hin zur stillen Vernetzung und Unterhaltungen über Thema, die keinerlei Fokus besitzen, ist alles dabei. In jeder Gruppe gibt es zunächst Speaker und Zuhörer. Neue User erhalten ein Party-Emoji, sodass sie sich nicht erst als unerfahren outen müssen. Nach einer Woche gilt man als etabliert und das Newbie-Kennzeichen verschwindet wieder. Je aktiver ihr auf Clubhouse seid, desto mehr Freude könnt ihr einladen. Dadurch entsteht der berühmte Schneeball-Effekt, der zu dem großen Wachstum der Nutzerzahlen führt. Eines ist jetzt schon sicher: Es besteht Suchtgefahr und das Datenvolumen eures Smartphone-Tarifs wird durch eine App mehr in Anspruch genommen. Ihr seid gut dabei, wenn ihr eine zuverlässige Netzabdeckung z. B. über Vodafone und ausreichend Volumen gebucht habt, so fliegt ihr auch unterwegs nicht mittendrin aus der Unterhaltung.

Was genau ist nun das Spannende an Clubhouse, abgesehen von der Exklusivität für Apple-User? Zum einen erlebt ihr Promis und Influencer live im Gespräch – ihr könnt euch als Zuhörer in einen Raum wagen und mitreden oder eure eigene Runde starten. Während Podcasts und Interviews spezifische Themen aufgreifen und wir nach dem Hören mit jeder Menge allgemeiner Informationen versorgt sind, bietet Clubhouse dir die Möglichkeit, dich selbst aktiv einzubringen und genau die Inhalte anzustoßen, die dich beschäftigen. Du kannst Moderatoren lauschen und gleichzeitig gezielt nachfragen, je nachdem, wie sich die Gesprächsrunde entwickelt. Die Themenvielfalt nimmt rasant zu und jeder Tag bietet Neues. Zum anderen ist Clubhouse der perfekte Mix zwischen Social Media und Audio-Format. Alles läuft schneller und unkomplizierter. Keine Texte oder Bilder, die optimiert werden müssen und keine Story-Formate für die das beste Licht oder das perfekte Setting gefunden werden muss, beanspruchen deine Zeit im Vorfeld. Einfach öffnen und zuhören respektive einfach lossprechen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie sich die App weiterhin entwickelt.

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